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Meine Stadt Es kracht immer öfter auf den Straßen der Region
Hannover Meine Stadt Es kracht immer öfter auf den Straßen der Region
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00:15 21.03.2017
Verhängnisvoll: Bei Zusammenstößen mit Bäumen – hier ein Unfall auf der L 392 bei Landringhausen – kamen im vergangenen Jahr15 Menschen ums Leben. Quelle: Elsner / NP
Hannover

Ob mit dem Rad, dem Auto oder als Fußgänger – in der Region im Straßenverkehr unterwegs zu sein, ist eine riskante Angelegenheit. Statistisch ereignet sich alle vier Minuten ein Unfall in Stadt oder Umland. Insgesamt wurden in 2016 bei den 36 770 aufgenommenen Unfällen 6472 Personen verletzt – zwölf weniger als im Vorjahr. Auch die Zahl der getöteten Personen ging von 49 (2015) auf 46 zurück. Für Polizeipräsident Volker Kluwe eine positive Entwicklung: „Das Verkehrsunfallgeschehen hat sich in unserem Zuständigkeitsbereich parallel zum erfreulichen Landestrend entwickelt.“

Als schwer verletzt gelten Unfallopfer, die länger als 24 Stunden im Krankenhaus verbringen müssen. Im vergangen Jahr waren das 629 Personen (60 mehr als 2015.) Damit liegt die Statistik der Polizeidirektion Hannover im landesweiten Trend. Auch in Niedersachsen gab es zwar mehr Unfälle, aber gleichfalls weniger verletzte oder getötete Personen. Trotz dieses leicht positiven Trends seien die Zahlen aber noch immer viel zu hoch, so Kluwe. „Besonders die Fälle an Fahrerflucht und unterlassener Hilfeleistung sind gestiegen. Das ist ein besorgniserregender und trauriger Trend“, sagte Kluwe.

In Hannover seien besondere Unfallschwerpunkte unter anderem die Lissabonner Allee und der Bremer Damm in Richtung Stöcken. Absoluter Ausreißer sei jedoch die A 2. Hier kam es in 2016 zu 2417 Unfällen – damit passierten auf der Ost-West-Achse drei Viertel aller Unfälle auf Autobahnen rund um Hannover. Polizeivizepräsident Jörg Müller führte die hohen Zahlen besonders auf die viele Baustellen zurück. Aber auch das Verkehrsaufkommen sei extrem hoch. An Spitzentagen seien bis zu 107 000 Pkw und 24 500 Lkw auf der A 2 rund um Hannover unterwegs. Deshalb bleibe es vorrangiges Ziel, „die Zahl der Unfälle dort zu senken“. Die Polizei plant Aufklärungskampagnen, aber auch gezielte Kontrollen

Bei den Unfalltoten konnte die Polizei die Ursache in 57 Prozent der Fälle nicht ermitteln. Alleine 15 Tote resultierten aus Zusammenstößen mit Bäumen. Häufigste Unfallursache sei überhöhte Geschwindigkeit. In 2017 gibt es – Stand gestern – bereits sechs Verkehrstote.

Von Timo Gilgen

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