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Meine Stadt Erstbesteigung der Kröpcke-Uhr
Hannover Meine Stadt Erstbesteigung der Kröpcke-Uhr
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09:11 08.09.2012
GESCHAFFT: Bergsteigerin Anke Bahr kletterte ausreichend gesichert auf die Kröpcke-Uhr, um ihr die Strickmütze abzunehmen. Quelle: Frank Wilde
Hannover

„Die Uhr war eingerüstet, wir kamen nicht ganz oben ran!“, erklärt Kathrin Symens vom Verein „Kultur-Raum“, der die auffällige Verkleidungsaktion mit organisiert hatte. Nun steckte die Uhr schon fast ein Jahr unter der wolligen Wintermütze, höchste Zeit für eine Befreiungsaktion.

Doch erst einmal mussten erfahrene Bergsteiger ins Boot geholt werden. Denn aufgehängt worden war das Strickkleid nicht nur von den Initiatorinnen, sondern auch von einem mutigen Passanten, der sich höher hinauf traute als die Künstlerinnen - und einen großen Bommel auf die Spitze steckte. Vera Brand vom „Kultur-Raum“ wünschte sich also, dass das Entfernen „professioneller“ stattfindet. So erklomm Anke Bahr vom Deutschen Alpenverein gut gesichert die Uhr. Unter alpinen Gesichtspunkten war dies gestern sogar eine Erstbesteigung. Das hatte Folgen: „Der Erstbesteiger darf der Tour einen Namen geben, ich nenne sie ,Zeiger-Norduhr’, Schwierigkeitsgrad 4+ von 11“, verrät Bahr mit einem Augenzwinkern, „ein kleiner Überhang ist da schon!“

Manscha Friedrich, die Initiatorin der Strick-Guerilla, blickt mit Stolz die Patchwork-Decke aus Strick an, mit der sie international Schlagzeilen machte und die ihr neue Möglichkeiten eröffnet hat: Mit einem weiteren Projekt kam sie sogar in die „Los Angeles Times“.

Was soll nun mit ihrem Kunstwerk passieren? Laut Vera Brand wird es in 21 Stücke aufgeteilt, so dass jede Stadt und Gemeinde im Landkreis Hannover eines erhält. Und die Kröpcke-Uhr, das angeblich „kleinste Museum der Welt“, hat wieder neuen Raum für Kunstwerke aus der Region. Jedes dieser Werke weist auf die jeweils nächste Veranstaltung der Reihe „Kulturperlen“ hin. Damit möchten Brand und Symens auf die kulturelle Vielfalt der Region aufmerksam machen.

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