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Meine Stadt Ernst August zu Geldstrafe von 200.000 Euro verurteilt
Hannover Meine Stadt Ernst August zu Geldstrafe von 200.000 Euro verurteilt
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21:43 09.03.2010
Ernst August von Hannover wurde zu 200.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Quelle: ap
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Hildesheim. Im zweiten Prozess gegen Ernst August von Hannover wegen einer tätlichen Auseinandersetzung mit einem Hotelier in Kenia hat das Landgericht Hildesheim den Prinzen zu einer Geldstrafe von 200.000 Euro verurteilt. Das Gericht sprach ihn am Dienstag der einfachen Körperverletzung für schuldig. Es sah es als erwiesen an, dass der Ehemann der monegassischen Prinzessin Caroline Anfang 2000 dem deutschen Hotelier mehrere Schläge versetzt hatte. Mit dem Urteil gilt Ernst August nicht als vorbestraft.

Das Landgericht folgte mit dem Strafmaß der Forderung der Staatsanwaltschaft, die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. In einem ersten Verfahren war Ernst August im Jahr 2004 wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 445.000 Euro verurteilt worden. Das Landgericht Hannover ging damals davon aus, dass er den Hotelier mit Faustschlägen schwer verletzt hatte. Ernst August, der damit als vorbestraft galt, erreichte 2008 jedoch eine Wiederaufnahme des Verfahrens.

In dem neuen Prozess vor dem Landgericht Hildesheim bestätigten nun mehrere Zeugen, darunter Prinzessin Caroline, die Version des Prinzen, wonach er dem Hotelier nur zwei Ohrfeigen versetzt hatte. Dieser Darstellung folgte schließlich auch die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer.

Direkt nach der Verurteilung wegen einfacher Körperverletzung hat die Verteidigung von Ernst August Prinz von Hannover Revision angekündigt. Das Gericht habe sich vor der eindeutigen Entscheidung gedrückt, wer in dem Verfahren gelogen habe und wer nicht, sagte der Anwalt des Welfenprinzen. dpa/afp

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