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21:00 13.11.2017
WRACK DER ZIVILSTREIFE: Feuerwehrleute in Pattensen am zertrümmerten BMW der Autobahnpolizei. Quelle: Foto: Dillenberg
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Pattensen

Fluchtpunkt Industriegebiet: Polizisten stellten in Pattensen den Skoda sicher, bei dessen Verfolgung eine Zivilstreife schwer verunglückt war. Der Fahrer des schwarzen Superb mit Hannover-Kennzeichen ist immer noch auf der Flucht.

Gegen den Polizisten (44), der die Kontrolle über den dunklen BMW der Autobahnpolizei verlor, wird die Staatsanwaltschaft ermitteln. Sein gleichaltriger Beifahrer war schwer verletzt worden.

Der Skoda-Fahrer hatte sich mit mehreren Funkstreifen eine mehr als 55 Kilometer lange Hochgeschwindigkeits-Verfolgungsjagd durch die halbe Region geliefert (NP berichtete).

Nur die Polizisten mit ihrem PS-starken Zivilfahrzeug hatten am Skoda, der teils mit mehr als Tempo 220 über Autobahnen und Bundesstraßen raste, dranbleiben können. Bis der Fahrer auf der B 443 die Kontrolle über die Zivilstreife verlor.

Der BMW überschlug sich und blieb in einer Böschung liegen. Das war am Donnerstag um 2.10 Uhr. Sonnabendvormittag entdeckte ein Passant laut Polizei den gesuchten Skoda nur rund 200 Meter weiter in der Werner-von-Siemens-Straße.

Offenbar hatte der geflüchtete Fahrer seinen Superb nur Sekunden, nachdem der Polizei-BMW verunglückt war, dort im Industriegebiet geparkt. Beamte stellten das Auto sicher. Es sollte Montag kriminaltechnisch untersucht werden.

Gegen den Polizisten, der die Zivilstreife lenkte, wird es laut Staatsanwaltschaft Hannover ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung geben. Thomas Klinge, Sprecher der Justizbehörde, sagte Montag auf NP-Anfrage: „Das wird routinemäßig eingeleitet. Es wird geprüft, ob der Fahrer seine Sorgfaltspflichten verletzt hat.“ Laut Klinge ein übliches Vorgehen, wenn bei einem Verkehrsunfall jemand verletzt werde.

Bei der Polizei sind nur „einige wenige Zeugenhinweise“ zu dem Skoda-Fahrer eingegangen. Die Auswertung von Blitzern an seiner Fluchtstrecke dauere an, so Sprecherin Kathrin Pfeiffer.

Von Andreas Körlin

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