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Meine Stadt Erbprinz verkauft Elternhaus in Schulenburg
Hannover Meine Stadt Erbprinz verkauft Elternhaus in Schulenburg
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23:42 06.01.2011
VERKAUFT: Die Familie von Hannover hat sich von der Domäne Calenberg in Schulenburg getrennt. Quelle: Gallop

SCHULENBURG. Hinter den alten Backsteinmauern wuchs Prinz Ernst August von Hannover mit seiner Familie auf. Hier hat er gewohnt, von hier hat er die Grundschule besucht. Hier war sein wirkliches Zuhause – anders als die repräsentable, aber kaum beheizbare Marienburg. Jetzt ist die Domäne Calenberg verkauft: Erbprinz Ernst August, der 1983 geborene erste Sohn aus der Ehe mit Chantal Hochuli, hat sich zu diesem Schritt entschlossen.

„Dauerhaft hat dort niemand mehr gewohnt“, sagt Mauritz von Reden, der Bevollmächtigte der Welfen. Das Haupthaus mit dem prächtigen Eingang sei zuletzt von Prinzessin Monika von Hannover genutzt worden. Auch sie ist ausgezogen.

Die Domäne Calenberg gehört seit 2004 dem Erbprinzen, einem Ururenkel des Kaisers Wilhelm II. Die ersten Bauten des ehemals fürstlichen Gutes entstanden um 1660. Nach 1920 gingen Domäne und Ländereien in den Besitz der Prinzen von Hannover über. Die Familie lebte dort von 1957 bis 1987.

Die Ländereien sollen weiter von Schulenburg aus bewirtschaftet werden – aber nicht mehr vom Haupthaus aus. Das gehört jetzt einer Frau, deren Namen von Reden nicht nennen will. Auch zur künftigen Nutzung sagt er nichts.

Der Erbprinz, so der Bevollmächtigte, habe vor, die Liegenschaften neu zu strukturieren. Der Erlös aus dem Verkauf des Gutes mit einer Fläche von etwa vier Hektar fließe in den Ausbau der Land- und Forstwirtschaft in den neuen Bundesländern. Auch dort besaß das Haus von Hannover vor der Enteignung Schlösser und Ländereien.

Mit der geplanten Investi­tion, so von Reden, stärke der Erbprinz sein Kerngeschäft: „Dies ist ein Fortschritt, kein Rückschritt.“ Die Scheunen der Domäne Calenberg seien für moderne Landwirtschaft kaum noch zu nutzen gewesen. Lastwagen und neueste landwirtschaftliche Maschinen hätten auf Grund ihrer Größe nicht mehr hineingepasst. Ein Umbau oder Neubau wurde als zu aufwendig und zu teuer verworfen. Kim Gallop / Vera König

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