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Meine Stadt Tellkampfschule erhält die Abrahamsplakette
Hannover Meine Stadt Tellkampfschule erhält die Abrahamsplakette
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17:44 17.03.2019
Woche der Brüderlichkeit: Hanna Kreisel-Liebermann, Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, lobte das Engagement der Tellkampfschule. Quelle: Nancy Heusel
Hannover

Die grausamen Verbrechen, die das NS-Regime im Holocaust den Juden angetan hat, dürfen niemals vergessen werden. Die Tellkampfschule (Südstadt) ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dass die Pflege einer Erinnerungskultur eine fortwährende Generationenaufgabe ist. Für ihre jährliche Gedenkveranstaltung zur Bücherverbrennung 1933 erhielt sie am Sonntag die Abrahamsplakette der Gemeinschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) in Hannover.

„Einsatz der Zivilgesellschaft erforderlich“

Die Preisverleihung fand im Rahmen der Eröffnung der diesjährigen Woche der Brüderlichkeit statt, die die GCJZ unter das Motto „Mensch, wo bis du? Gemeinsam gegen Judenfeindlichkeit“ gestellt hat. In ihrem Grußwort betonte die stellvertretende Regionspräsidentin Michaela Michalowitz, wie wichtig es ist, jungen Menschen eine Kultur gegen das Vergessen und die Werte einer offenen Gesellschaft zu vermitteln. In Zeiten, in denen antisemitisch geprägte Straftaten zunehmen, sei dazu auch „ein Einsetzen der Zivilgesellschaft erforderlich“. Bürgermeister Thomas Hermann erinnerte daran, dass jeder Einzelne in der Verantwortung stehe, sich gegen den Antisemitismus zu positionieren, der heute „in der Mitte der Gesellschaft wieder salonfähig“ geworden ist. Er selbst sei nur unweit der Bismarcksäule, wo in Hannover 1933 Bücherverbrennungen stattfanden, aufgewachsen. „Deshalb freue ich mich besonders, dass meine ehemalige Schule – die Tellkampfschule – mit der Abrahamsplakette ausgezeichnet wird“, so Hermann.

Ausgezeichnet! Ewald Wirth (l.) von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit übergab die Abrahamsplakette an Vertreter der Tellkampfschule. Quelle: André Pichiri

Hauptredner Andreas Blume, Antisemitismus-Beauftragter der Baden-Württembergischen Landesregierung, stellte in seinem Vortrag das Thema Bildung in den Mittelpunkt. „Alle Antisemiten der Welt wollten schon immer die Geschichte umschreiben, am besten sollte gar nicht mehr geschrieben werden. Hitler hat Bücher gehasst“, sagte er und schlug den Bogen zur Gegenwart. „Geschichte wird heute wieder einfach umgedreht, sodass sie ins eigene Weltbild passt. Der gleiche Hass ist wieder da.“ Daher halte er es nicht für einen Zufall, dass die Auszeichnung an eine Schule geht. Denn, so Blume: „Bildung ist der allerbeste Schutz gegen Menschenfeindlichkeit.“

Musik ist zentrales Element der Gedenkveranstaltung

Musik ist ein zentrales Element im Programm der Gedenkveranstaltung am Maschsee, mit der die Tellkampfschule seit 2012 an die Bücherverbrennung erinnert. Der Kinderchor der Schule trug am Sonntag Auszüge der Lieder vor, die sie auch am Maschsee singen. In seiner Laudatio hob Karljosef Kreter, Leiter der Städtischen Erinnerungskultur in Hannover, hervor, wie es der Schule gelingt, „einen schwierigen Lernort mit Leben zu erfüllen“. Lebendigkeit, Freude, Kreativität – alles, was in der NS-Zeit ausgemerzt werden sollte, kommt in der Veranstaltung zum Ausdruck. Das sei „großartig und perfekt gelungen“.

Bei der Preisverleihung griff Schulleiterin Katharina Badenhop das Motto der Woche der Brüderlichkeit („Mensch, wo bis du?“) wieder auf: „Die Schüler sind da! Und sie werden ihren Beitrag auch weiterhin leisten.“

Von André Pichiri

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