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Meine Stadt Flugsicherung: Wende bei Windkraft?
Hannover Meine Stadt Flugsicherung: Wende bei Windkraft?
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19:52 12.02.2019
STÖRKRAFT: Die Deutsche Flugsicherung fürchtet Probleme mit Windkraftanlagen im Gebiet ihrer Anlagen in der Region Hannover . Quelle: Foto: dpa
Hannover

Womöglich steht eine Wende in der Genehmigungspolitik für Windkraftanlagen in der Region Hannover bevor. Das ergibt sich aus einem Bericht, den Umweltdezernentin Christine Karras am Dienstag im Ausschuss für Regionalplanung gab.

Windkraftprojekte in der Region haben es zunehmend schwer – nicht, weil sich Bürger dagegen stark machen, sondern weil ihnen immer wieder die Deutsche Flugsicherung (DFS) in die Quere kommt und Anlagen nicht errichtet werden können, weil sie womöglich deren Flugsicherungseinrichtungen in Wenden (bei Nienburg, nahe Neustadt) oder Sarstedt stören könnten. Das gilt für jeweils 15 Kilometer im Umkreis um diese sogenannten (Dreh-)funkfeuer. Allerdings konnte jeder Einzelfall geprüft werden, ob das Windradprojekt nicht doch genehmigt werden konnte. Das ging erst in einem schon weit fortgeschrittenen Planungsstadium, was zugleich schon viel Aufwand und Kosten bedeutet. Zuletzt hieß es, im Umkreis von 15 Kilometern sei keine neue Anlage genehmigungsfähig - das traf zwei Drittel der von der Region im Raumordnungsprogramm 2016 festgelegten Windenergie-Vorrangflächen.

Nach dem Besuch einer Delegation um Karrasch im Bundesverkehrsministerium, wo auch die Flugsicherung vertreten war, sei in Aussicht gestellt worden, dass die Region eine Aussage darüber erhalten soll, wo Windkrafträder in diesen Problemgebieten doch möglich wären – also nicht mehr erst aufgrund einer Einzelfall-Projektprüfung. Bis wann das sein wird, ist offengeblieben. Doch das wäre die gewünschte Abkehr von der bisherigen Praxis, die Karrasch stark kritisiert, weil in den geprüften Fällen „nicht gesagt wird, wo es stattdessen gehen könne, 20 Meter weiter links oder so“. Werde das wie zugesagt geändert und Modellrechnungen erstellt, brächte das „erhöhte Planungssicherheit“. So, wie es bisher gelaufen sei, wären die selbst gesetzten Klimaziele der Region bis 2050 nicht zu schaffen.

Von Ralph Hübner

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