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Meine Stadt Eltern verklagen Tui
Hannover Meine Stadt Eltern verklagen Tui
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00:16 12.03.2017
ARCHIV - ILLUSTRATION - Die Statue Justizia ist am 25.01.2011 im Amtsgericht in Hannover (Niedersachsen) zu sehen. Foto: Peter Steffen/dpa (zu dpa "Geplante Strafrechtsreform: Mord muss nicht lebenslang bedeuten" vom 29.06.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: Peter Steffen
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An diese Reise im Oktober 2015 wird Kevin Jost (7, Name geändert) sein Leben lang denken. Der Junge war mit seinen Eltern in Belek (Türkei) im Urlaub - im „Magic Life Resort“. Weniger „magic“ war das schwarze Henna-Tattoo auf dem Arm des Jungen. „Es gab sofort eitrige Bläschen“, so die Mutter im Amtsgericht. Noch schlimmer: Ein Farbstoff im Tattoo hat zu einer Kontaktallergie geführt. Die Folgen seien unabsehbar und lebenslang, diagnostizierte ein Arzt im Kinderkrankenhaus Auf der Bult. Berufe wie Masseur, Laborant oder in der Papierindustrie könne Kevin nicht erlernen.

Die Eltern (Typ gut verdienende Spätgebärende) verklagten die Tui. Ihre Forderung lautet: 500 Euro Schmerzensgeld und alle lebenslang entstehenden Behandlungskosten sowie künftige Verdienstausfälle. Der Reiseveranstalter weist die Forderungen zurück. Anwalt Peter Kauffmann: „Es wurde auf die Gefahren hingewiesen. Außerdem war der Tätowierer kein Hotelmitarbeiter.“ Richterin Catharina Erps warf die entscheidende Frage auf: „Ist die Tui der richtige Ansprechpartner?“ Es habe sich um einen Tattoo-Stand gehandelt, der nicht in die Ladenzeile des Ferienclubs integriert gewesen sei, befand die Richterin. Für den Anwalt der Eltern, Martin Berkemeier, ist die Rechtsprechung eindeutig. Er sagte: „Die Tui wusste, wer sich auf dem Gelände befand, und auch von den Risiken des Tätowierens.“ Richterin Erps gab zu verstehen, dass sie den Konzern nicht in der Haftung sieht. Sie verwies die Klage ans Landgericht. Denn der Streitwert wurde auf 25 000 Euro festgelegt. Ab 5001 Euro sind Zivilklagen ein Fall fürs Landgericht.

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