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Meine Stadt Elektrobusse: Üstra will in Deutschland vorangehen
Hannover Meine Stadt Elektrobusse: Üstra will in Deutschland vorangehen
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18:07 19.07.2018
Wird Standard: Ein elektrisch betriebener Bus der Üstra. Sie stellt ihre Flotte im Innenstadtbereich um. Quelle: Foto: Stratenschulte
Hannover

Binnen fünf Jahren sollen sämtliche Innenstadtlinien der Üstra komplett elektrisch laufen. Das Unternehmen will damit in Deutschland in Sachen Elektromobilität ganz vorne mitmischen. Die Planungen für das ehrgeizige Ziel treibt die Üstra mit Hochdruck voran. Sie kalkuliert mit Investitionen in Höhe von 60 Millionen Euro.

Mittlerweile steht auch schon fest, wo die Busse wieder aufgeladen werden sollen. Zwei Schnellladesäulen hat sie bereits im Rahmen eines Testversuchs am August-Holweg-Platz aufgestellt. Zehn weitere müssen noch errichtet werden – und zwar jeweils zwei an den Endpunkten Nordring, Haltenhoffstraße, Altenbekener Damm und Peiner Straße sowie jeweils eine in Ahlem und am Aegidientorplatz. Bis 2021 soll das erledigt sein. Außerdem wird auch Ladeinfrastruktur auf den Betriebshöfen Mittelfeld und Vahrenwald benötigt.

Üstra muss 48 neue Busse kaufen – doch der Markt ist eng

Um den komplett elektrischen Betrieb der Innenstadtlinien 100/200, 120, 121, 128 und 134 sicherstellen zu können, muss die Üstra 18 der 18 Meter langen Gelenkbusse sowie 30 der kürzeren 12-Meter-Busse kaufen. Bis 2023 soll das geschehen.

Vermutlich der heikelste Punkt bei dem Plan. Viele Anbieter für Elektrobusse gibt es noch nicht, und die Nachfrage zieht wegen der Diskussion um Fahrverbote überall an. Bei der Üstra geht man jedoch davon aus, dass der Markt schnell wachsen wird und damit auch die Preise für die Busse fallen.

Elektro-Plan soll jährlich 3813 Tonnen Kohlenstoffdioxid einsparen

„Unser Plan ist ehrgeizig. Dennoch bin ich mir sicher, dass wir uns ein realistisches Ziel gesetzt haben“, sagt Üstra-Chef Volkhardt Klöppner. Zwar seien die Busse „kein Allheilmittel“ gegen die zu hohe Schadstoffbelastung in Hannovers Luft. Er sieht darin jedoch „ein klares Zeichen, dass es auch anders geht“. Klöppner will „in Sachen E-Mobilität im Busbereich eine Vorreiterrolle einnehmen, auf die Hannover stolz sein wird“, kündigt er an.

3813 Tonnen weniger Kohlenstoffdioxid sowie 5,7 Tonnen weniger Stickoxide will die Üstra jährlich durch die Umstellung der Busflotte produzieren. Bei dem Vorhaben setzt sie auch auf Förderung von Bund und Land, über die die Hälfte der 60 Millionen Euro für das Projekt finanziert werden soll.

Von Christian Bohnenkamp

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