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Gestrichen: Mit der Überarbeitung des Regionalbusnetzes in der Region Hannover droht es zu erheblichen Einschränkungen im Busverkehr für Wennigsen zu kommen, die Berufspendler aber auch Wochenendausflügler betreffen werden.© Dillenberg

Verkehrsunternehmen

Eldagsen geht über den Deister

Die Regiobus GmbH will den abgebrannten Betriebshof in Eldagsen nicht wieder aufbauen. Angeblich lehnt die Landesnahverkehrsgesellshaft die Förderung für den millionenteuren Bau ab. Das ist aber nur die halbe Wahrheit.

Hannover. Die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) hat den Förderantrag für den Neubau des Betriebshofes Eldagsen nicht abgelehnt. „Die Darstellung der Regiobus ist nicht richtig“, sagt LNVG-Sprecher Rainer Peters. Man habe die Antragsbearbeitung lediglich zurückgestellt.

Die Regiobus-Geschäftsführerinnen hatten am Donnerstag mitgeteilt, dass man den Wiederaufbau des Busdepots gestoppt habe. „Uns liegt eine Ablehnung des Förderantrages vor“, sagte Regiobus-Sprecher Tolga Otkun. Für 2018 habe man bereits zwei Millionen Euro Förderung von der LNVG eingeplant. Der Standort (160 Mitarbeiter) war Weihnachten 2014 abgebrannt. 23 Busse und große Teile des Betriebsgebäudes wurden vernichtet.Aus Sicht der LNVG ist diese Darstellung sehr ungenau. „Die Region Hannover muss im Europäischen Amtsblatt mitteilen, dass sie auch künftig die Regiobus beauftragt“, sagt Peters. Vorher dürfe man nicht über den Förderantrag entscheiden. Das sei der Geschäftsführung auch mitgeteilt worden. Die Mitteilung im Amtsblatt soll im März erfolgen. Im nächsten Jahr könnte die LNVG dann die Förderung bewilligen.

Die Baukosten für den Betriebshof sollen bei etwa 16 Millionen Euro liegen. Die LNVG fördert maximal 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. In jedem Fall geht es für die Regiobus um eine Förderung von mindestens fünf Millionen Euro.

Verkehrsexperten vermuten, dass den neuen Regiobus-Chefinnen die Zurückstellung des Förderantrages gut in den Kram passt. Bereits im Mai 2016 war der damalige Regiobus-Chef gegen den Wiederaufbau. Eldagsen erschien ihm zu unwirtschaftlich. Doch vor den Kommunalwahlen wollte das niemand hören.

Nun muss die Regiobus kräftig sparen. Ansonsten kann die Region die Verkehrsleistung nicht mehr ohne europaweite Ausschreibung vergeben. Auf Grund seiner dezentralen Lage passt Eldagsen nicht mehr ins Konzept. „Wir wollen zukünftig verstärkt auf E-Mobilität setzen“, sagt Regiobus-Chefin Elke van Zadel. Dazu sei eine Infra- und Ladestruktur in der Nähe des Einsatzortes nötig. Gleichzeitig werde das Liniennetz gerade neu geplant. „Die Randlage des Betriebshofes Eldagsen im südlichsten Bereich der Region ist dabei eher ungünstig“, teilte das Unternehmen mit.

Von Thomas Nagel


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