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Krankenkasse

Ekelte KKH Schwerkranke raus?

Der Vorgang klingt ungeheuerlich: In Telefonaten sollen Mitarbeiter der gesetzlichen Krankenkasse KKH-Allianz (rund 1,8 Millionen Versicherte) schwer kranke Mitglieder gedrängt haben, zu kündigen und in eine andere Kasse zu wechseln. Entsprechende Telefon-Protokolle würden das belegen, berichtete das ZDF-Magazin „Frontal 21“. Auch Mitarbeiter und Versicherte bestätigten dies.

Hannover. Die KKH-Allianz, die ihren Sitz in Hannover hat, weist die Vorgänge zurück, der Vorstand hat aber eine interne Prüfung der Vorwürfe eingeleitet. Bislang habe die Prüfung noch keine Ergebnisse gebracht, heißt es.

Man werde sich zu laufenden Untersuchungen auch nicht äußern, sagte ein Sprecher am Mittwoch

Nach Vorwürfen gegen die Krankenkasse KKH-Allianz, sie habe kranke Mitglieder telefonisch zur Kündigung gedrängt, hat eine interne Prüfung noch keine Ergebnisse gebracht.

Das ZDF-Magazin "Frontal 21" hatte am Dienstag Mitarbeiter und Versicherte gezeigt, die solche Telefonate bestätigen. Anlass waren nach KKH-Angaben nicht gezahlte Zusatzbeiträge. Ziel sei nicht gewesen, Mitglieder zur Kündigung zu drängen.

KKH-Sprecherin Daniela Preußner sagte der NP: Tatsächlich habe es Telefonate mit Versicherten gegeben, die mit dem Beitrag in Rückstand geraten waren. Vom 1. März 2010 bis zum 29. Februar 2012 hatte die Kasse einen Zusatzbeitrag von acht Euro erhoben, den tausende Versicherte schuldig geblieben waren.

Um das Geld einzutreiben, seien Briefe geschrieben und Telefonate geführt worden. „Bei den Gesprächen kann ein Sonderkündigungsrecht thematisiert worden sein“, räumt Preußner ein. Inzwischen hätten 97 Prozent der Mitglieder den Zusatzbeitrag bezahlt. "Ausdrücklich weisen wir hier noch einmal darauf hin, dass es nicht Ziel unserer Telefonate war, Mitglieder zum Kassenwechsel zu bewegen." Die Kündigungsquote sei bei den Telefonaten geringer gewesen als bei schriftlichen Mahnungen.

Der Sozialverband SoVD fordert Aufklärung und rügt: „Geldeintreiberei per Telefon hat Finanzhai-Charakter“, so Präsident Adolf Bauer. Auch der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar kritisierte in dem Beitrag die Krankenkasse. Es könne nicht sein, dass Menschen aus der gesetzlichen Krankenkasse gedrängt würden, weil sie möglicherweise zu teuer seien.


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