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Meine Stadt Eiszeit bringt Winterdienste an ihre Grenzen
Hannover Meine Stadt Eiszeit bringt Winterdienste an ihre Grenzen
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16:08 06.01.2010
Vereist: Brunnen in der Wedemark Quelle: lni
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Die Streusalzlager neigen sich dem Ende, die Beschäftigten fahren seit Wochen rund um die Uhr Sonderschichten. Trotzdem ist es auf vielen vor allem kleineren Straßen weiterhin gefährlich glatt. Insgesamt ist auf Niedersachsens Straßen in den vergangenen Wochen bereits halb so viel Streusalz zum Einsatz gekommen wie im gesamten vergangenen Winter. „Aktuell sind es 58 000 Tonnen“, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums am Mittwoch in Hannover.

Gegenwärtig werde das Streusalz zwar knapp, dies habe jedoch nicht zu Verkehrsproblemen geführt. „Alle Autobahnen sind frei, auch alle Spuren sind frei.“ Die „Bild“-Zeitung (Mittwoch) hatte berichtet, dass aus Marokko 5000 Tonnen Streusalz geliefert worden seien. „Wo unsere Lieferanten ihre Quellen haben - Marokko ist da vom Unternehmen genannt worden - ist uns nicht bekannt“, sagte der Sprecher dazu. Die beiden Salz-Lieferanten des Landes, Esco und Nordsalz, versorgen weiterhin vornehmlich die Autobahnmeistereien. Für die Kommunen verzögere sich derzeit aufgrund der erhöhten Nachfrage die Lieferzeit, sagte ein Esco-Sprecher.

Trotz der Streusalz-Knappheit und der dementsprechend vielerorts rutschig glatten Straßen hält sich die Zahl der Verkehrsunfälle auch in den niedersächsischen Gemeinden und Städten bislang im Rahmen. „Es passiert nichts Dramatisches auf den Straßen“, sagten Polizeisprecher übereinstimmend.

In Osnabrück reiche das Auftauchsalz noch für zwei eingeschränkte Winterdienst-Nachtfahrten, sagte ein Stadtsprecher. „Wir haben schon jetzt - nach nur 14 Tagen - das Doppelte unseres normalen Jahresverbrauches auf die Straßen gestreut.“ Die Stadt will in den kommenden Tagen das Glatteis auf den Straßen zunehmend mit Splitt bekämpfen. „Das Problem ist nur, dass die Steinchen liegen bleiben und später wieder weggeräumt werden müssen.“

Der verstärkte Einsatz von Streusalz ist laut Umweltministerium unbedenklich. Es sei ökologisch unproblematisch, „wenn für ein paar Tage im Jahr Salz gestreut wird“, sagte eine Sprecherin von Minister Hans-Heinrich Sander (FDP). Einige Kommunen wie etwa die Stadt Hannover streuen nur im Extremfall mit Salz, weil sie den Einsatz als schädlich erachten. „Das ist den Kommunen überlassen, wie sie damit umgehen“, sagte die Sprecherin. Am Dienstag hatte Hannover das Streusalzverbot aufgehoben.

Der Deutsche Wetterdienst kann indes keine Entwarnung geben. Im Gegenteil: „Es bleibt bei Dauerfrost und der eisige Winter setzt sich fort“, sagte Meteorologe Rüdiger Hartig. Schuld daran sei kalte Luft aus Skandinavien, die sich über Norddeutschland festgesetzt habe. Für die kommenden Tage sagt Hartig zudem leichte Schneefälle voraus. „Wir können auch Schneeverwehungen nicht ausschließen.“

Auf der Schiene gab es am Mittwoch zunächst keine wetterbedingten Beeinträchtigungen. Lediglich Stellwerksprobleme und Umleitungen wegen Streckensperrungen hielten den Verkehr auf. Schneeverwehungen und Temperaturen um Null Grad Celsius könnten allerdings auch der Bahn Probleme bereiten. „Bei Eisregen frieren uns die Oberleitungen zu, dann bekommen die Züge keinen Strom mehr und können nicht mehr fahren“, sagte Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis. Bei zu starken Schneeverwehungen reichen zudem die Weichenheizungen nicht mehr aus. lni

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