Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Einwohnerzahl erstmals über 1,2 Millionen
Hannover Meine Stadt Einwohnerzahl erstmals über 1,2 Millionen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:15 05.02.2018
Bevölkerung Region Hannover Ende 2017: Hauptwohnsitz und Zweitwohnsitz (Hauptwohnsitz außerhalb der Region). Quelle: fleischhauer
HANNOVER

Das Wachstum war gering, doch es hat ge­reicht, um die Bevölkerungszahl der Region Hannover auf die Rekordzahl von mehr als 1,2 Millionen zu he­ben. Damit leben hier so viele Menschen wie nie zuvor. Ohne den Zustrom an Flüchtlingen wäre dieses Plus aber nicht erreicht worden.

Mit wachsender Be­völkerung wachsen die Aufgaben der Kommunen. Daher fließt auch mehr Steuergeld durch den Finanzausgleich zurück, um die steigenden Ausgaben decken zu können. Auch deutlich sichtbar: der demografische Wandel hin zu mehr älteren Menschen in der Region.

Nach Angaben der Region Hannover waren zum Jahresende 2017 exakt 1 200 669 Menschen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz hier gemeldet und leben damit „ganz oder zumindest teilweise“ hier. Das sei das neunte Jahr in Folge mit einem Anstieg, auch wenn es mit 0,3 Prozent der geringste seit 2010 gewesen sei (je tausend Einwohner kamen drei neue hinzu, im Jahr davor waren es noch sechs gewesen). In diesem Zeitraum sei die Region damit in etwa in der Größenordnung der Stadt Langenhagen gewachsen, der mit knapp 56 600 Einwohnern drittgrößten Kommune hier. Burgwedel verlor dagegen im zweiten Jahr nacheinander Einwohner mit Hauptwohnsitz (64 auf 21 005), Wennigsen gar 142 (auf 14 341, hatte zuvor zweimal zugelegt). Sehnde verzeichnete ein Minus von 95 Hauptwohnsitzen auf 23 769, Gehrden von 83 auf 15 375. Die Landeshauptstadt selbst legte um 1082 Einwohner zu, ein Viertel des jährlichen Zuwachses der vorangegangenen drei Jahre, und zählte 541 773 Menschen mit Hauptwohnsitz. Ohne die Flüchtlinge und andere Zuwanderer sähe die Bilanz deutlich schlechter aus (siehe Text unten). Aus all den Zahlen leitet die Regionsverwaltung ab, dass „die Dynamik des Bevölkerungswachstums gebremst scheint“.

Sehr ungleich sei in den vergangenen fünf Jahren die Entwicklung der Altersgruppen im Umland gewesen: Die Zahl der Kinder im Krippenalter sei im Schnitt um 4,5 Prozent gestiegen, die Zahl der Kinder und Jugendlichen ab zehn Jahren um 0,8 Prozent gesunken. Auch auffällig: Die Zahl der Menschen im Alter von 65 bis 74 Jahren sank um knapp zwei Prozent pro Jahr. Hingegen habe es bei den 18- bis 29-Jährigen und den 45- bis 64-Jährigen bis 2015 einen Zuwachs gegeben – seither stagniere diese Zahl. Fazit der Statistiker: „Die Geburtenlücke des Zweiten Weltkriegs und der unmittelbaren Nachkriegszeit erklärt, warum die Zahl der 65- bis 74-Jährigen zu­letzt rückläufig war.“ Denn diese bildeten gegenwärtig komplett diese Altersgruppe ab – und das sind eben wenige. Alle anderen Zahlen besagten, „dass diese Altersgruppe in den kommenden Jahren wieder ansteigen wird, und zwar deutlich“.

Der Geburtenausfall des Ersten Weltkriegs und der Folgejahre spiele keine Rolle mehr. Auch der 2001 „noch deutliche Frauenüberschuss bei den höheren Altersjahrgängen“ sei „so nicht mehr zu erkennen“.

Immerhin unterm Strich noch ein bisschen Wachstum – Regionssprecher Klaus Abelmann bestätigt die Vermutung, dass eine höhere Bevölkerungszahl auch mehr Geld von Bund und Land durch den Finanzausgleich für die Region bedeuten dürfte: „Das wird wahrscheinlich Einfluss auf die Zuweisungen haben“, sagt er.

Von RALPH HÜBNER

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Je zur Hälfte Wohnungen und Gewerbeflächen sollen am Rande der Innenstadt entstehen. Da die Post offenbar ihr altes Postbankgebäude an der Celler Straße aufgeben will, plant die Stadt dort die Änderung des Bebauungsplans – und ein Projekt mit hoher Bebauungsdichte.

05.02.2018

Großalarm für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst am Freitag im Süden der Landeshauptstadt: Mehr als 50 Kräfte waren vormittags im Bereich Döhren-Wülfel eingesetzt, um eine 74-Jährige aus der winterkalten Leine zu retten.

02.02.2018

In weniger als fünf Minuten waren die Tickets für das Eminem-Konzert am 10. Juli in Hannover ausverkauft - es ist das einzige Deutschlandkonzert. Wir zeigen, wo es jetzt noch Tickets gibt.

02.02.2018