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PROTEST: Einen Tag vor der letztlich entscheidenden Gesprächsrunde gab es am Mittwoch eine  Kundgebung von Logistik-Beschäftigten vor dem Sitz des Arbeitgeberverbandes GVN in Hannover.

PROTEST: Einen Tag vor der letztlich entscheidenden Gesprächsrunde gab es am Mittwoch eine Kundgebung von Logistik-Beschäftigten vor dem Sitz des Arbeitgeberverbandes GVN in Hannover.
© Foto: Wallmüller

TARIFKONFLIKT NIEDERSACHSEN

Einigung bei Paketdiensten und Spediteuren

Seit November wurde über den Tarif für das niedersächsische Logistikgewerbe mit Speditionen und Paketdiensten verhandelt. Nach mehrere Streikaktionen haben sich Verdi und der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) jetzt geeinigt. Es soll deutlich mehr Lohn geben und auch Betriebszugehörigkeit wird honoriert.

HANNOVER. Einigung im Tarifstreit der Paketdienste und Speditionen am Ende einer Woche mit Streiks: Die 6. Verhandlungsrunde beendete am Donnerstagabend den landesweiten Arbeitskampf in der Logistikbranche. Gewerkschaft Verdi und der Gesamtverband des Verkehrsgewerbes Niedersachsen (GVN) hatten sich in Altwarmbüchen getroffen und rund elf Stunden um einen Kompromiss gerungen. Aus Gewerkschaftssicht ist das Ergebnis ein Erfolg. Neben einer zweistufigen Lohnerhöhung wird künftig auch Berufserfahrung in Verbindung mit Betriebstreue belohnt.

Verdi-Gewerkschaftssekretär Christoph Feldmann in Hannover sagte, er sei „sehr zufrieden“, denn die Lohnsteigerungen von 3,5 Prozent ab Februar und weiteren 2,5 Prozent ab Januar 2019 „bedeuten eine deutliche Reallohnsteigerung, beides liegt über der derzeitigen Inflationsrate von etwa 1,7 Prozent“ (Verdi hatte 6,5 Prozent für ein Jahr gefordert). Und wer jetzt mehr als fünf Jahre seinem Unternehmen treu sei, dessen Jahressonderzahlung werde um 240 Euro erhöht. Zudem sei es nun auch Lagerarbeitern möglich, weitere Gehaltsstufen aufzusteigen, etwa indem sie sich qualifizieren – bisher ist da nach zwei Jahren Schluss. Damit seien „wichtige Tarifziele erreicht worden“. Über die Forderung „mehr Urlaub“ – die Materie wird im sogenannten Manteltarifvertrag geregelt – habe man sich noch nicht verständigt, dass soll im September verhandelt werden. Feldmann freut sich auch darüber, dass etwa für die Paketdienste wie UPS, DHL Delivery und DPD das Einstiegsgehalt steigt: „Dort gibt es dann statt 10,75 Euro je Stunde 11,61 Euro – das ist ein Riesenschritt!“ – immerhin acht Prozent mehr als bislang. Daher sei Verdi „sehr zufrieden. Und wenn man auf das vorherige Angebot schaut ist das erheblich besser – ohne die Streiks hätten wir das nicht geschafft!“

Ganz beendet ist der Arbeitskampf freilich erst, wenn die Tarifkommissionen von GVN und Verdi der Vereinbarung zugestimmt haben. Gestartet war die Tarifrunde für die etwa 50 000 Beschäftigten der niedersächsischen Speditions- und Logistikbranche, zu der auch die Kurier-Express- und Paketdienste (KEP) gehören, im November.

Von RALPH HÜBNER


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