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FREI: 15 Jahre ist dieses Foto alt. Doch die Freude von Schülerinnen und Schüler hat nicht nachgelassen, wenn es heißt: "Hitzefrei!"

WETTER

Einfach zu heiß, Schulen schicken Schüler nach Hause

Zu viel Hitze ist nicht gut: Die Konzentration lässt nach, der Körper schwitzt ohne Ende - gute Noten kann man da kaum produzieren. Deswegen haben manche Schulleiter jetzt ein Einsehen und geben Hannovers Schülerinnen und Schülern hitzefrei. Aber: Nicht alle Schulen machen mit! (Diesen Artikel finden Sie morgen (3. Juli) in ganzer Länge auch in der Printausgabe der NP.)

Hannover. „Hitzefrei, Hitzefrei!“: Ähnliche Freude wie gestern gegen 12 Uhr an der Johanna-Friesen-Schule in der Oststadt sieht man in den Gesichtern der Schüler sonst wohl nur am letzten Schultag vor den Sommerferien.
Schulleiterin Bärbel Rudolph hatte den Kindern das vorzeitige Schulende ermöglicht. Die Schüler bedankten sich mit lauten Freudenrufen und waren sichtlich erleichtert darüber, die Zeit nicht länger im stickigen Klassenzimmer verbringen zu müssen. „Das ist toll. Ich gehe gleich ins Freibad“, sagte der zehnjährige Randy.

Hitzefrei an der Grundschule bedarf allerdings etwas Vorbereitung – das geht nur mit schriftlicher Einwilligung der Eltern. Schließlich sind die Grundschulen heute „verlässlich“ und sichern Betreuung bis 13 Uhr zu. Daher hatte Schulleiterin Rudolph den Kindern schon am Vortag einen entsprechenden Brief an die Eltern mitgegeben. 20 Schüler blieben gestern auch in der Schule.
Bei Ganztagsgrundschulen ist der Betreuungsaspekt noch zentraler. Hitzefrei gibt es da eigentlich nicht. „Wenn die Eltern ihre Kinder aber abholen, ist das auch in Ordnung“, sagt etwa Ruth Pfeiffer, Leiterin der Grundschule Am Stöckener Bach.

Dort setzen die Pädagogen auf andere Hilfen wie einem aufgelockteren Unterricht, der dann vielleicht auch mal draußen im Schatten stattfinden kann. Für Abkühlung zwischendurch sorgt aber eine ganz besonders pfiffige Idee: „Wir haben einen Rasensprenger rausgestellt, das ist bei den Kindern der Renner“, freut sich die Schulleiterin. Da sie das schon vorher angekündigt hatte, hatten die Schüler auch Badesachen und Handtücher dabei.
An der Brüder-Grimm-Schule in der List beobachten die Lehrer die Lage ständig mit „pädagogischem Fingerspitzengefühl“, versichert Leiter Christian Helmer. Eigentlich hab die Schule den großen Vorteil, erst 2011 komplett saniert worden zu sein und ein tolle Wärmedämmung zu haben. Aber durch die großen Fensterfronten heize sich das Gebäude doch ziemlich auf. „Bis 13 Uhr ist das kein Problem. Wir müssen aber vor allem auch morgen darüber nachdenken, wie das in der 6. Stunde wird.“

An der IGS Roderbruch gab es gestern für die Klassen 1 bis 10 ab 13.30 Uhr hitzefrei, heute wird es ähnlich sein. Mittagessen gab es aber noch, und eine Notfallbetreuung bis 15.15 Uhr für etwa 30 Kinder.

von Sabrina Friedrich und Andreas Krasselt


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