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Meine Stadt Eine Renaissance für den Gartenfriedhof
Hannover Meine Stadt Eine Renaissance für den Gartenfriedhof
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07:51 18.04.2013
ZEIGT BÜRGERSINN: Dieter Zinßer, Vorsitzender von „Renaisscance Gartenfriedhof“. Quelle: Rainer Surrey
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Hannover

Dieter Zinßer stammt aus Lüneburg. Ein Theologe. Die Hannoveraner kennen ihn erst, seitdem er vor 15 Jahren in die Stadt gekommen ist: Zinßer war Vorsteher der Henriettenstifts. Aber das ist schon ein Weilchen her: heute ist der Pensionär ausgestattet mit der Gelassenheit des Ruheständler und gesegnet mit dem Zeitpotenzial, das nur Rentner haben können.

Diese Beschreibung des 71-jährigen könnte den Schluss nahelegen, Zinßer sei ein Zugereister mit viel Langeweile. Das stimmt nicht: Zinßer hat jede Menge um die Ohren: Als Chef des Vereins „Renaissance Gartenfriedhof“ gibt er Gas, um, wie er sagt, „die Quelle des neuen Hannovers wieder zum sprudeln zu bringen.“ Weniger poetisch ausgedrückt: Sein Verein sorgt dafür, das der Friedhof wieder schön wird. Bester Bürgersinn!

Notwendig ist der. Denn an der Marienstraße liegt in vielen der 400 Gräber Hannovers 1A-Prominenz: August Iffland, Caroline Herschel, Heinrich Ramberg, Lotte Kestner - Verblichene, die für die Vergangenheit der Stadt identitätsstiftend waren.

Der Friedhof strahlt heute keine Freundlichkeit aus. Es ist Treffpunkt für Drogenabhängige. „Hier schleichen schon komische Leute rum“, sagt Zinßer und übertreibt nicht einmal dabei. Ein Bretterzaun am Friedhofsrand wird unentwegt als Pinkelzaun benutzt, das schäbige Dixi-Klo, das aufgestellt wurde, nutzen nicht einmal Betrunkene.

„Renaissance Gartenfriedhof“ will das ändern - und setzt auf Patenschaft. So kommt Geld rein. Ministerpräsident Weil hat eine, jetzt gibts drei weitere: die Hannoveraner Christiane Dörrie, Matthias Herter und Wolfgang Liese übernahmen Patenschaften sowie zwölf andere Menschen auch. Und auch Hannovers Volksbank macht mit: 2000-Euro-Spende! Direktor Karsten Andräse: „Damit sollen Wege an den Gräbern wieder hergerichtet werden.“

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