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Meine Stadt Einbruch beim Richter
Hannover Meine Stadt Einbruch beim Richter
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13:13 30.12.2017
Hannover

Rosenbusch lebt im Os­ten von Hannover. Be­reits vor 20 Jahren sei schon mal in sein Haus eingebrochen worden. Der Richter trägt es mit Fassung: „Mir macht das keine Angst. Vielleicht, weil ich seit 35 Jahren mit Verbrechen zu tun habe.“

Die Einbrecher kamen über die Terrassentür. Sie durchwühlten Schränke und Schubladen. Auf der Suche nach dem Safe-schlüssel kippten sie sogar die Mülleimer aus. Den Tresor habe die Polizei mit vier weiteren aufgebrochenen Geldschränken gefunden. „Von den Wertsachen und Dokumenten ist nichts wieder aufgetaucht“, sagt der Richter.

Im vergangenen Jahr verzeichnete die Polizeidirektion Hannover 2937 Einbrüche in Stadt und Umland. Das bewegt sich auf dem Niveau des Vorjahres. Fast die Hälfte der Taten blieb im Versuch stecken. Die Aufklärungsquote liegt bei 23,3 Prozent. Sie ist leicht rückläufig (2015: 25,8 Prozent). Die Aufklärungsquote ist im Umland höher als in der Stadt.

Für Richter Rosenbusch ist das nur ein schwacher Trost. Gerade die Wiederbeschaffung der Dokumente sei sehr aufwendig. Die Wohngebiete im Bereich Kirchrode/Bemerode sind be­liebt bei Einbrechern. Die Polizei geht davon aus, dass mehrere Einbrecherbanden dort ihre Beutezüge verübten.

Aus diesem Grund hat Wolfgang Rosenbusch sein Haus weiter gesichert. „Da kommt man jetzt nur noch mit schwerem Gerät rein“, sagt er.

Als die Einbrecher in der Nacht zum 1. Oktober in sein Haus einstiegen, waren er und seine Frau nicht zu Hause. Des Richters Fazit: „Einbrüche lassen sich nur schwer verhindern.“

Von Thomas Nagel

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