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Türkische Behörden bergen das Fass mit der einbetonierten Frau aus Walsrode.

Hannover

Einbetonierte Frau identifiziert

Der schreckliche Mord an der Deutsch-Türkin Rita D. W. (39) aus Walsrode im türkischen Ort Gölcük - wie die türkische Nachrichtenagentur DHA berichtet, wurde bei der Obduktion der Leiche eine Schusswunde am Oberkörper entdeckt, dazu Würgespuren am Hals. Der Bruder habe sie identifizieren können - wegen des schlimmen Zustands ihres Körpers gelang ihm das aber nur mit großen Schwierigkeiten.

Hannover. Der mutmaßliche Mörder, der in Hannover lebende Ali K. S., ist offenbar auf der Flucht. Die türkische Polizei nahm gestern allerdings seinen Bruder, Hüseyin S. (42), fest. Die Hintergründe dazu sind noch unklar.

Die Polizei in Gölcük (etwa 100 Kilometer östlich von Istanbul) hatte am Dienstag eine Frauenleiche gefunden, die in einem Plastikfass einbetoniert war. Das Fass wiederum war an einem leeren Gebäude im Boden zubetoniert worden. Das Haus gehört dem Schwager des Tatverdächtigen.

Rita D. W. war am 13. März als vermisst gemeldet worden, nachdem sie von einem Istanbul-Aufenthalt nicht mehr zurückgekehrt war und sich auch nicht mehr gemeldet hatte. Nach NP-Informationen soll die verheiratete Kosmetikerin und zweifache Mutter seit Jahren ein Verhältnis mit dem ebenfalls verheirateten Ali K. S. gehabt und sich regelmäßig mit ihm in Istanbul getroffen haben.

Ins Rollen kam der Fall, als sich Bruder und Tante der 39-Jährigen an die beliebte türkische TV-Sendung „Müge Anli“ wandten, die nach Vermissten sucht. Eine Verwandte von Ali K. S. berichtete daraufhin von dem leeren Gebäude in Gölcük. K. S. habe es angeblich renovieren wollen - aber letztlich nur etwas zubetoniert. Genau an dieser Stelle, die zudem stark gerochen habe, fanden die Ermittler dann das Fass mit der Leiche.

Auf deutscher Seite will man die Identität der Frau noch nicht bestätigen. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts sagte nur, dass es eine Deutsche sei. Und ein Sprecher der für Walsro-de zuständigen Polizeiinspektion Heidekreis sagte, der Fundort der Leiche stehe „im räumlichen Zusammenhang mit dem Reiseort der Vermissten“ in Gölcük. Die Ermittler seien in ständigem Kontakt zu ihren türkischen Kollegen und dem BKA-Verbindungsmann in Istanbul. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland soll sich Ali K. S. wegen angeblicher Herzprobleme in eine Klinik in Hannover begeben haben. Von hier aus soll er sogar ein Live-Gespräch mit der Moderatorin der TV-Show „Müge Anli“ geführt haben, verstrickte sich aber in Widersprüche. Seitdem ist er verschwunden. hg/rue


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