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Mit Durchblick: Der neue Eingang wird offen und hell gestaltet. Gäste können schon von außen einen Blick aufs Gelände werfen.

Modernisierung

Ein neuer Eingang für den Zoo

Pfoten, Hufe, Füße, Krallen: Schon vor Erreichen des neuen Zoo-Eingangs werden Besucher von 2018 an auf die richtige Fährte gebracht – dann weisen originalgetreue Abdrücke von Eisbär, Elefant und Co. im Boden Tierparkgästen den Weg zum neuen Portalbereich.

Hannover. Zoo und Region stellten gestern den Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs vor. 2,6 Millionen Euro soll das Projekt kosten; Baustart ist Frühjahr 2017.

Sechs Stunden hatte die neunköpfige Jury acht Vorschläge diskutiert. Anschließend kürten die Experten unter Vorsitz von Regionspräsident und Zoo-Aufsichtsratschef Hauke Jagau (SPD) einstimmig Entwurf 1003 zur Nummer eins. Der ist in Teamarbeit entstanden – verantwortlich zeichnen die Architekten „pape+pape“ (Kassel) und die hannoverschen „nsp Landschaftsarchitekten“.

„Die Veränderung des Eingangsbereichs ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die Attraktivität des Zoos zu steigern. Mit der Verlagerung wird eine weitere Fläche nutzbar“, sagt Regionspräsident Jagau. Zurzeit sind Kassen, Service-Center und Souvenirladen im ehemaligen Zoorestaurant untergebracht, das marode ist und tief im Zoo liegt.

Der neue Portalbereich wird näher an Zoo-Parkhaus und Fritz-Behrens-Allee entstehen. Das Eingangsgebäude besteht aus zwei eingeschossigen Gebäuden mit Glasfronten, die zur Eingangsseite mit einer überhöhten, schräg aufgestellten Dachfigur aus Holz zusammengefügt werden. „Weit geöffneten Armen gleich empfängt das V-förmige Gebäude Zoo-Besucher mit dieser einladenden, weithin sichtbaren Geste“, so der Zoo. Besucherströme lassen sich durch verschiebbare hölzerne Fassadenelemente regulieren, mit denen nicht benötigte Kassen- und Servicebereiche verdeckt werden können.

Diese Flexibilität war den Auftraggebern wichtig, denn an einem sonnigen Sommer-Sonntag stürmen bis zu 12 000 Besucher den Tierpark, an einem kalten, ungemütlichen Wintertag sind es auch schon mal nur 250. Durch die rund zwölfmonatige Bauphase werde der normale Zoo-Betrieb nicht behindert, betont Tierpark-Chef Casdorff. Ganz neu im neuen Eingangsgebäude: ein Eiscafe, in dem auch Nicht-Zoo-Besucher bedient werden.

„Der besondere tierische Clou des neuen Eingangsbereichs zeigt sich aus der Vogelperspektive“, verrät der Zoo-Geschäftsführer: „Von oben betrachtet wirkt das Gebäude wie eine stilisierte Giraffe.“

Andreas Körlin


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