Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Ein Traumazentrum ohne Wartezeit
Hannover Meine Stadt Ein Traumazentrum ohne Wartezeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 12.04.2013
DAS TEAM (von links): Rainer Brase, Cornelia Nitschke, Inka Lange und Michael Hettich. Quelle: NANCY HEUSEL
Anzeige
Hannover

Michael Hettich ist im Klinikum Wahrendorff Chefarzt für Psychosomatik. Gestern wagte der Spezialist für unsicher gewordene Seelen eine sichere Aussage: „Die Zukunft der Psychiatrie liegt in der ambulanten Versorgung!“ Sein Chef, Matthias Wilkening, würde dem eigenen Anspruch, zukunftsweisende psychiatrische Versorgung im Land zu sichern, nicht gerecht, wenn er Hettich überhört hätte: Wilkening betreibt neuerdings ein Traumazentrum in der Innenstadt - Gartenstraße Nummer 19.

Der Bedarf dafür ist da: ein Gewaltdelikt, ein Unfall, der Verlust eines Angehörigen, das unfreiwillige Miterleben von Gewalt - es gibt viele traumatische Erlebnisse und das Bedürfnis nach Behandlung.

Aber es gibt nur wenig therapeutische Angebote - vor allem, wenn schnelle Hilfe gefragt ist. In der Gartenstraße soll das anders sein: „Bei uns hat bisher jeder innerhalb von 24 Stunden einen Platz bekommen“, sagt Diplom-Psychologin Inka Lange.

Das neue Traumazentrum wird von Oberärztin Cornelia Nitschke geleitet. Ihr Team bietet das vollständige Versorgungsspektrum vom tagesklinischen hin zu vollstationären Angeboten an.

Vier Bausteine kennzeichnen ein Konzept, von dem bislang knapp hundert Patienten profitiert haben: die Traumaambulanz, die Tagesklinik für Psychotherapie, die Klinik für Traum- und Psychotherapie in Ilten und ein Wohnheim in der Borgenstrickstraße. „Wir müssen nicht lange herumtelefonieren“, sagt Nitschke, „wir können unsere Patienten zu jeder Zeit differenziert begleiten.“

Rainer Brase ist Mitglied der Geschäftsführung des Klinikums Wahrendorff. Auf die Frage, mit wie vielen Patienten und unter welchen Abrechnungsmodalitäten sich das Zentrum lohnen und bei welcher Fallzahluntergrenze es sich eben nicht lohnen würde, sagte Brase: „Wir haben den Anspruch, Gutes zu tun. Und den, Konzepte zu entwickeln, die führend sind.“

Das Statement könnte mehr sein als Werbung für eine neue Einrichtung und ein differenzierteres Angebot in der Psychiatrie-Landschaft. Jedenfalls dann, wenn man das wahrendorffsche Selbstverständnis ausweitet - und ein anderes Angebot des Klinikums einbezieht: In der Brandesstaße entsteht derzeit ein Wohnheim für traumatisierte Männer. Gewiss keine Goldgrube.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde Dienstag der Fall um Ibrahim T. verhandelt. Der Taxifahrer soll im Juli vergangenen Jahres in der Nordstadt eine 38-Jährige sexuell genötigt haben.

12.04.2013

Richter: „Sie haben mit mörderischer Fahrweise ein junges Leben zerstört.“

12.04.2013

Schon wieder brennt ein Keller. In Kleefeld zieht Rauch durch ein Treppenhaus nach oben. Sechs Menschen sind in einer Wohnung gefangen. Die Feuerwehr rettet sie vom Balkon. Ein Anwohner ist sich sicher: Das war Brandstiftung.Hat derselbe Täter in den letzten Monaten auch Sperrmüllhaufen auf der Straße angezündet?

12.04.2013
Anzeige