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Meine Stadt Ein Hauch von Paris am Friedrichswall
Hannover Meine Stadt Ein Hauch von Paris am Friedrichswall
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20:48 12.06.2015
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Hannover. 1988 sprengte eine private Feier den häuslichen Rahmen des Gastgebers, so wurde sie nach draußen verlegt.

Die daraus entstandene Tradition gibt es seit 2008 auch in Hannover. Jedes Jahr am zweiten Juni-Wochenende treffen sich die geladenen Gäste. Jeder bringt sich Tische, Stühle und ein kaltes Menü selbst mit. Daraus entsteht eine lange Tafel, an der gemeinsam gegessen wird. Die einzige Regel: Jeder muss ganz in weiß gekleidet sein und weißes Geschirr und weiße Tischdecken mitbringen. Wo das Dîner en blanc stattfindet, entscheidet der so genannte „Colonel“. Er sucht den Ort aus und verbreitet ihn erst kurz vorher über eine geheime Telefonnummer.

Bisher hat der „Colonel“ sich aber nicht zu erkennen gegeben. „Jeder könnte es sein“, sagte Thomas Mayer. Der 65-jährige saß schon beim ersten hannoverschen Dîner mit am Tisch. Wer den Ort bestimmt, ist letztlich aber gar nicht so wichtig. „Es geht einfach um das nette Gespräch und um das Wir-Gefühl“, erzählte er. „Alle reden sich mit Du an. Ob der neben dir ein Maurer oder ein Professor ist, ist egal."

Das hat auch Claudia Kammeyer neugierig gemacht. Die 47-jährige ist das erste Mal dabei. „Meine Freundinnen haben das letztes Jahr gemacht“, erzählte sie. Für das besondere Picknick habe sie keine neue Kleidung zulegen müssen: „Nur eine weiße Fleece-Decke habe ich mir gekauft – für alle Fälle." lg

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