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Meine Stadt E.on Avacon verliert Gaspreisstreit in Hannover
Hannover Meine Stadt E.on Avacon verliert Gaspreisstreit in Hannover
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19:22 01.12.2009
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VON ANNETTE ROSE

Hannover. 60 e.on Avacon Kunden aus der Region Hannover und ganz Niedersachsen streiten sich seit mehr als drei Jahren mit ihrem Versorger um den Gas-Sondervertrag „Klassik“. In den Informationen für Kunden heißt es sinngemäß, Gaspreiserhöhungen seien an nachhaltige Veränderungen im Heizölmarkt geknüpft.

Die Klausel sehe keine Senkungen vor und sei insgesamt zu ungenau, so Richter Kleybolte. Das Urteil seiner Kammer orientiere sich am Urteil des Bundesgerichtshofs, der kürzlich entschied, dass AGB‘s, die nur Preiserhöhungen vorsehen, unwirksam sind. Bei E.on Avacon sei außerdem kein Kündigungsrecht eingeräumt, und das Schweigen nach einer Erhöhung werde als Zustimmung gewertet. Auch das sein unzulässig.
Der Richter betonte aber, dass nur Sonderverträge betroffen sind, die an eine bestimmte Verbrauchshöhe und längere Laufzeiten gebunden sind. Der Normal-Tarif sei nicht zu beanstanden.

Nach Angaben von Christian Guhl, der die Gaspreisklage für die Interessengemeinschaft Energiepreise Lüneburg (Igel, im Internet: www.igel-lueneburg.de) initiierte, fallen etwa 80 Prozent aller Gaskunden in der Region unter den Klassik-Tarif. Er freute sich über den Sieg in der ersten Instanz.

Eon Avacon kündigte schon gestern Berufung an. Das Urteil sei in mehreren Punkten angreifbar, so eine Sprecherin. Das Gericht habe außerdem keine Stellung zu der Frage bezogen, ob die Preise angemessen seien. Das Unternehmen ist der größte Energieversorger in Niedersachsen. Erst Ende Oktober hatte der regionale Versorger Eon Hanse den Hamburger „Gasrebellen-Prozess“ verloren. 52 Kunden hatten mit der Verbraucherzentrale Hamburg eine Sammelklage eingereicht. Die Klauseln ihrer Verträge sahen die „Preisentwicklung auf dem Wärmemarkt“ als Grundlage für Preiserhöhungen vor. Dies sei zu ungenau, urteilte das Gericht.

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