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Meine Stadt Drei Millionen für Hannovers Trammplatz
Hannover Meine Stadt Drei Millionen für Hannovers Trammplatz
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00:16 29.12.2012
BALD EIN SCHMUCKSTÜCK: Der marode Trammplatz wird zurmodernen Festbühne mit historischem Kontext. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Steine bröckeln. Zwischen Pflasterfugen wuchert Unkraut. In tiefen Pfützen spiegelt sich die Zuckerbäckerfassade des Rathauses. Der Trammplatz ist marode. Der international renommierte Landschaftsarchitekt Kamel Louafi soll mit an seiner Umgestaltung planen. Nach vorsichtigen Schätzungen wird die drei Millionen Euro kosten.

Die anfallenden Honorare für den Berliner Stararchitekten sind in dieser Summe ein eher kleinerer Posten. Hohe Materialqualität, Orientierung am historischen Vorbild und gleichzeitig moderne Nutzungsmöglichkeiten lauten die Vorgaben der Stadt. Und schon jetzt explodieren die Kosten – was sicherlich politischen Streit auslösen wird.

Zunächst war die Verwaltung von 2,75 Millionen Euro für den Umbau ausgegangen. Ziemlich viel, wo doch der neue Kantplatz nur knapp 110.000 Euro oder der Sutelplatz 340.000 Euro kostete. Doch am Trammplatz muss sehr viel mehr erneuert werden. Ein kostenspieliger Faktor dürfte die Verlegung von Elektro- und Wasserleitungen sein. Schließlich sollen beim Jazz vorm Rathaus oder den 1.-Mai-Kundgebungen (künftig dort gefeiert) Besucher nicht über Kabel stolpern.

Der Trammplatz wird dafür angehoben. Etwa zwei Stufen der unter Denkmalschutz stehenden Treppe entfallen. Das entspricht dem historischen Ursprungszustand und macht Eingriffe in tiefere Bodenschichten unnötig. Der heutige Unterbau weist laut Experten Schadstoffbelastungen auf.

Noch gibt es nur einen Vorentwurf zu den Plänen, mit denen sich Verwaltungsausschuss und Rat in diesem Jahr beschäftigen werden. Kamel Louafi hat einen Vorschlag für Belag und Baumeinfassungen geliefert. Mit Bezug zum historischen Kontext sieht er ein florales Pflastermuster und Baumeinfassungen in Form stilisierter Blättermotive vor, die sich aus dem Stadtwappen ableiten lassen.

Zum 100. Geburtstag des Rathauses,der am 20. Juni gefeiert wird, ist die Umsetzung nicht möglich. Was mit daran liegt, dass die Stadt im vorigen Jahr keine Planungskosten für den Großauftrag in ihrem Etat eingesetzt hatte. Die Stadt wird die Aufträge vom Rat beschließen und dann ausschreiben lassen müssen. Trotz Kostenerhöhung will sie am Projekt festhalten.

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