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STÜCK FÜR STÜCK: Die
 einzelnen Turmteile sind 
kurz, daher waren keine 
teuren Schwertransporte 
erforderlich.

STÜCK FÜR STÜCK: Die
einzelnen Turmteile sind
kurz, daher waren keine
teuren Schwertransporte
erforderlich.© Rainer Surrey

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Energie

Doppelt nachhaltig: Dieses Windrad läuft auf Holz!

Während die Politiker das neue Windradkonzept loben, kritisieren Pioniere kritisieren die Behörden.

Hannover. Umweltminister Peter Altmaier trug anlässlich der Einweihung des größten Holzturm-Windrads der Welt dick auf: Als er Donnerstag nach der Ankunft „noch zu halb nachtschlafender Zeit“ den Timbertower in Hannover-Marienwerder „das erste Mal in seiner vollen Schönheit“ gesehen habe, habe er gedacht: „Niedersachsen ist mal wieder spitze!“ Vielleicht lag es auch daran, dass Ministerpräsident David McAllister dabei war. Für ihn war der offizielle Windrad-am-Stromnetz-Start „ein guter Tag für die Energieforschung in Niedersachsen“. Das Timbertower-Konzept sei „wegweisend, ökonomisch und ökologisch sinnvoll“, ein „echtes Leuchtturmprojekt, das gleichermaßen für Innovation, Nachhaltigkeit und Klimaschutz“ stehe.

Holger Giebel ist Timbertower-Geschäftsführer vor Ort - und „froh, dass wir endlich fertig geworden sind“. Gut fünf Jahre Arbeit und rund 5,5 Millionen Euro stecken in dem Windrad. Anders als sein Gesellschafter Kohl (siehe Interview) nimmt er die Erschwernisse der Bürokratie gelassener: „Dafür, dass hohes Gewicht auf Sicherheit gelegt wurde und es nicht ganz so schnell ging, habe ich ein gewisses Verständnis. Allerdings waren viele Entscheidungen für uns nicht nachvollziehbar“ - und hätten etwas zu lange auf sich warten lassen. Die Firma werde aber in Hannover bleiben, „planen, entwickeln und das Unternehmen nach vorn bringen“.

Das kommunale Wirtschaftsförderprojekt Hannoverimpuls hat Timbertower von Anfang an begleitet, beraten und gefördert und war bis zur Übernahme durch Kohl auch beteiligt. „Wir haben die praktisch großgezogen“, sagt Geschäftsführer Ralf Meyer. Er sieht nicht, dass Gründern von Behörden generell Steine in den Weg gelegt würden, „schon gar nicht mit Absicht“. Allerdings hätten „solche Pilotprojekte in Deutschland schon Höhen zu überwinden. Ich möchte aber mal den Aufschrei hören, wenn Behörden so ein Windrad genehmigen, das dann umkippt und auf der Autobahn liegt …“ Klar hätten andere Länder weniger Regulierung, doch „die Nachteile erleben wir dann immer im Fernsehen“ - Deutschland habe nun mal ein gewisses Sicherheitsbedürfnis. Die Wahrheit läge wohl „irgendwo in der Mitte“. Obwohl er beim Timbertower-Verfahren „schon auch mal die Stirn gerunzelt“ habe.


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