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Meine Stadt Digitales Klassentreffen in Halle 13
Hannover Meine Stadt Digitales Klassentreffen in Halle 13
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18:12 21.02.2018
DIE VERANTWORTLICHEN: Andreas Gruchow (von links), Wilmar Diepgrond, Wassillios Fthenakis und Reinhard Koslitz.  Quelle: Foto: Schaarschmidt
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Hannover

 Fünf Tage lang dreht sich auf dem Messegelände alles um Bildung. Die Didacta Bildungsmesse ist zurück in Hannover – ab Dienstag startet sie mit mehr als 800 Ausstellern. Dieses Mal kommen etwa 130 Aussteller aus 50 Ländern. „Es ist schön, dass die deutsche Bildung in anderen Ländern auch gefragt ist“, sagt Messevorstand Andreas Gruchow. „Ich freue mich aber besonders, dass wir dieses Mal eine gesamte Halle für die Didacta Digital haben.“ 33 000 Quadratmeter Nettofläche hat die Messe insgesamt. Mit den Hallen 11, 12 und 13 sind die modernsten und größten Hallen ausgewählt worden.

Dieses Mal gibt es 1400 Sonderveranstaltungen mit Vorträgen und Seminaren. Der Schwerpunkt liegt ganz klar bei der Digitalisierung. Wassilios Fthenakis, Präsident des Didacta Verbands der Bildungswirtschaft, sagt dazu: „Die Bildung steht vor einer Herausforderung. Prozesse müssen verändert werden und Bildung findet nicht mehr im Kopf der Schüler statt, sondern im Austausch.“ Bereits im frühen Kindesalter haben Kinder Kontakt mit digitalen Medien – das Bildungssystem in Deutschland hänge dabei aber hinterher. Zwar gebe es Tablets an Schulen, aber nur als Prototypen oder auf eigene Initiative einzelner Lehrer – daran will die Messe Didacta arbeiten. Fthenakis dazu: „Wie aktuell gelernt wird, ist in fünf Jahren schon nicht mehr so. Wir müssen Technologien sinnvoll einsetzen, Lerngelegenheiten schaffen. Alle Maßnahmen zielen auf einen Kompetenzgewinn ab für Lehrende und Lernende.“

Besonders in Skandinavien, Schottland und Neuseeland seien Schulen bereits deutlich weiter im Umgang mit Digitalem. „In Deutschland sind wir da noch nicht so weit. Das Thema Datenschutz spielt dabei sogar eine Rolle“, erklärt Andreas Gruchow. Lokale Unterstützer fehlen dafür aber häufig. Vorher müsse außerdem der Unterrichtausfall minimiert werden, grundsätzliche Sanierungen an Schulgebäuden vorgenommen werden und Lehrer ausreichend fortgebildet werden. Fthenakis sieht das noch optimistisch: „Wir können aus dem Ausland lernen – auch aus den Fehlern beispielsweise.“

Bei der Messe geht um lebenslanger Lernen – für jede Alters- und Bildungsgruppe sei etwas dabei.

Von Karina Hörmann

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