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Meine Stadt Dieter Thomas Kuhn singt Lieder aus dem Himmel
Hannover Meine Stadt Dieter Thomas Kuhn singt Lieder aus dem Himmel
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20:45 30.09.2018
SINGEN DIE SONGS VERSTORBENER ROCKSTARS NACH: Dieter Thomas Kuhn (rechts) und die „Grave Chapel Radio Show“ im Theater am Aegi.
Hannover

Gesangsbücher werden am Eingang verteilt, die Bühne ist einer Kirche nachempfunden, sehr psychedelisch und mystisch wirkt das Theater am Aegi. Wir sind bei „Songs from Above“, Liedern von oben, einer Show als Gedenkveranstaltung für verstorbene Musik-Ikonen und deren größte Hits.

Die Band besteht aus neun Musikern, die meisten von ihnen sitzen, pling, plang, es wird noch mal gestimmt. „Was für eine Stimmung“, witzelt Dieter Thomas Kuhn, Bandleader und Chef der Truppe und besser bekannt als kultiger Schlager-Impersonator. „Danke, wir sind immer gerne in Hamburg“, lacht Gitarrist und Sänger Rudie Blazer. Das Publikum schmunzelt, solche Witze ist es gewohnt, wenn auch die meisten auf Braunschweig enden. David Bowies „Space Oddity“ ist der erste Knaller des Abends, mit einem zahmen Schlagzeug und viel Pedal-Steel-Gitarre werden die Hits der Stars akustisch interpretiert. Sänger Rudie ist ein alter Freund und Weggefährte von Kuhn. Beide moderieren durch den Abend und spielen Lieder, die sie schon seit Jahrzehnten lieben: „Anerkennung ist eine Blume, die vorwiegend auf Gräbern wächst.“ Der Spruch stammt von Robert Lembke, Dieter erzählt ihn und spielt sodann mit seinen Musikern „Handle with Care“ der Traveling Wilburys. Discosongs, wie France Galls „Ella, elle l’a“ und Insider-Country der Band Bread – „The Guitar Man“.

The Grave Chapel Radio Show lieben die Polarität, warum auch nicht? Der gemeinsame Nenner der Künstler ist der Tod: Rio Reisers „Junimond“, der Bee-Gees-Song „How Deep Is your Love“, gesungen von Backgroundsängerin Mari­on; die Bilder der verstorbenen Sänger und Sängerinnen werden auf einer Leinwand eingeblendet.

450 Zuschauer sind gekommen, sicher sind auch einige Fans von Dieter Thomas Kuhn darunter, aber auch viele Neugierige. „Light my Fire“ von Jim Morrison und „While my Guitar Gently Weeps“; Lou Reeds „Perfect Day“ und Leonard Cohens „First we Take Manhattan“, es werden überwiegend Jugenderinnerungen transportiert, und es wird der guten, alten Zeit gehuldigt. „Back to Black“ von Amy Winehouse ist da eine Ausnahme.

Ein kleiner Wermutstropfen – sie singen die Texte vom Blatt ab, und mit Aretha Franklin, Jimi Hendrix und Nirvana ist die Messlatte reichlich hoch gelegt: „Kurt Cobain ist mit 27 ge­storben, so wie es sich ge­hört.“ Dieter kann auch keck werden, aber mit der „Liebeserklärung“ an seinen Gitarristen Philipp und mit „I Will Always Love you“ gelingt ihm der schönste Moment des ganzen Konzerts.

Von Kai Schiering

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