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Meine Stadt Dieser Mann fährt in Rekordzeit alle Stadtbahnen in Hannover
Hannover Meine Stadt Dieser Mann fährt in Rekordzeit alle Stadtbahnen in Hannover
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17:30 18.07.2017
AKRIBISCH: Der Wiener bereitet sich mit den Plänen auf die Rekordversuche vor.
Hannover

Plötzlich kommt die Bahn zum Stehen. Ein ungünstiger Zeitpunkt, denn der Fahrradunfall auf der Bahnstrecke könnte Andreas W. Dick seinen Rekord kosten. Es ist 10 Uhr und der Österreicher sitzt in der Linie 1 Richtung Langenhagen – und zwar vollkommen freiwillig. Sein Ziel: Alle Stadbahnlinien der Üstra komplett abfahren. So schnell wie es geht.

Es ist nicht der erste Marathon dieser Art für Dick. 16 Rekorde hat er schon aufgestellt. Unter anderem in seiner Heimatstadt Wien, in Lyon, München, Zürich oder Berlin. Montag war Hannover dran, und es galt sogar eine Bestzeit zu schlagen: Zwölf Stunden und acht Minuten hat Üstra-Mitarbeiterin Ramona Reichel vor einem Jahr gebraucht, aber Dick ist schneller. Elf Stunden und 51 Minuten stehen am Ende des Tages auf seiner Uhr. „Normalerweise versucht das außer mir niemand. Da musste ich mir mit der Planung schon Mühe geben“, sagt er. Sein Zeitvorsprung hat übrigens auch mit der D-Linie zu tun, sagt er. Die Linie 10 fährt momentan weniger Stationen an als bei Reichels Rekordversuch. Der Unfall auf der Linie 1 hat ihn 20 Minuten gekostet.

Der Automobiljournalist bereitet sich alleine vor, druckt sich den Fahrplan aus und guckt, welche Strecke die kürzeste ist, um jede Station mitzunehmen (kleines Bild). „Es begleitet mich aber immer ein Einwohner – meistens Bekannte von mir. Die erzählen mir dann etwas über den Ort und die Stadtteile. Das Zooviertel fand ich übrigens besonders schön“, erzählt der 49-Jährige. In diesem Fall war es sein Freund Mark Schmiechen, der bei der Fahrt selbst Stadtteile gesehen hat, die er noch nicht kannte – in diesem Fall Stöcken.

Als Verpflegung hatten sie Schokoriegel, Traubenzucker und Getränke dabei. Und wenn man auf die Toilette muss? „Einmal waren wir im Wald pinkeln und das zweite Mal auf einer Toilette für Üstra-Fahrer“, gibt Dick freimütig zu. Als Andenken nimmt er sich aus jeder Stadt ein Fußballtrikot mit. „Die Fotos von den Bahnen kann ich irgendwann nicht mehr auseinanderhalten. Die T-Shirts sind eindeutig.“ Das Stadion von Arminia Hannover fand er so schön, dass er sich für das Trikot des Traditionsclubs entschied.

Eine seiner Lieblingsstrecken ist übrigens Innsbruck . „Da fährt man durch einen Wald. Wir haben das morgens um sechs Uhr gemacht und Rehe gesehen. Wunderschön!“ Als nächstes steht die kroatische Hauptstadt Zagreb auf der Liste. Auch Wuppertal soll noch kommen: „Die Schwebebahn muss man gemacht haben.“ Er muss es ja wissen.

Von Jan Heemann

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