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BRILLANTER KOPF: Karsten Danzmann hat schon viele Auszeichnungen bekommen. Auch beim Nachweis der Gravitationswellen hat er mitgeholfen.

BRILLANTER KOPF: Karsten Danzmann hat schon viele Auszeichnungen bekommen. Auch beim Nachweis der Gravitationswellen hat er mitgeholfen.© Schaarschmidt

Erfolg

Diese Forscher sind spitze

Am Freitag wurde die Leibniz-Universität und die Medizinische Hochschule Hannover im Rahmen der Exzellenzstrategie dazu aufgefordert ihre Projekte für die Endrunde einzureichen.

Hannover. Im Kampf um Forschungsmittel in Millionenhöhe haben Hannovers Hochschulen am Freitag einen Teilerfolg errungen: Bei der sogenannten „Exzellenzstrategie“ (früher „Exzellenzinitiative“) von Bund und Ländern wurden die Leibniz-Uni Hannover mit zwei eigenen und zwei Co-Projekten mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sowie die Uni Oldenburg und die MHH mit einem weiteren Forschungsvorhaben aufgefordert, ihre Projekte für die Endrunde einzureichen.

Die endgültige Entscheidung über die bundesweit 45 bis 50 Exzellenzcluster fällt im September nächsten Jahres. Die neuen Cluster werden dann am 1. Januar 2019 an den Start gehen. Ein Cluster hat eine Laufzeit von sieben Jahren mit Option auf Verlängerung. Sie werden jährlich mit drei bis zehn Millionen Euro gefördert. Für die Hochschulen bedeutet dies ein erhebliches Renommee – in der Welt der Forscher, aber auch unter (angehenden) Studierenden.
Die erste Hürde haben sie nun genommen: „Diese Runde der Exzellenzinitiative un­terliegt einem immensen Wettbewerbsdruck. Umso mehr zeigt dieser Erfolg die Qualität der Spitzenforschung in ausgewiesenen Schwerpunktbereichen un­serer Universität“, sagte Uni-Präsident Volker Epping. Hier sind es vor allem (wieder einmal) die Physiker um Karsten Danzmann, Leiter des Instituts für Gravitationsphysik der Leibniz-Uni (LUH), und der Direktor des Albert-Einstein-Instituts (eine Ko­operation des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik und der LUH), die erneut hervorstechen. Danzmann und sein Team stehen auch Anfang kommender Woche im Blickpunkt der Öffentlichkeit.

„Das Ergebnis ist ein weithin sichtbarer Ausdruck der konzeptionellen, personellen und strukturellen Stärken unseres Standorts. Damit sind wir im Bereich der Medizin bundesweit die erfolgreichste Universität“, sagte MHH-Präsident Christopher Baum. Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabri­ele Heinen-Kljajić äußerte sich am Freitag ebenfalls: „Dieser großartige Erfolg ist ein Beleg für die hervorragende wissenschaftliche Arbeit und eine gelungene Profilbildung an den Universitäten in Niedersachsen.“ Die Vorhaben auch aus Hannover hätten die internationalen Gutachter und das Expertengremium von der wissenschaftlichen Qualität und der Innovationskraft überzeugen können, so die Ministerin weiter.

Live-Schaltung nach Stockholm

So etwas hat es noch nie gegeben in Hannover: eine öffentliche Live-Übertragung bei der Verkündung eines Nobelpreises. Am Dienstag, 3. Oktober, stellt die Leibniz-Uni ab 11.30 Uhr im Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Al­bert-Einstein-Institut) einen Live­stream nach Stockholm her, wo die Nobelstiftung den diesjährigen Preisträger für Physik bekanntgibt.

Hannovers Wissenschaftler um den Physiker Karsten Danzmann rechnen sich nämlich Chancen auf die höchste wissenschaftliche Auszeichnung aus: Die Forscher haben dabei geholfen nachzuweisen, dass es tatsächlich Gravitationswellen im All gibt, wie sie Albert Einstein in seiner Relativitätstheorie vor 100 Jahren auf dem Papier beschrieben hat.

Danzmann hatte mit seinem Team die Messtechnologie für zwei Detektoren in den USA entwickelt, die dann am 14. September 2015 zum ersten Mal tatsächlich Gravitationswellen gemessen haben. „Wissenschaftler suchen seit Jahrzehnten danach, aber erst jetzt verfügen wir über die unglaublich präzisen Technologien, um diese extrem schwachen Echos aus dem fernen Universum wahrzunehmen“, sagte er damals. Die Übertragung findet in Raum 103 (ausgeschildert), Callinstraße 38, statt.

Von Andreas Voigt


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