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WO GEHT ES LANG? Die Strecke der D-Linie wurde lange diskutiert.

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Verkehr

Die neue D-Linie und ihre vielen Fragezeichen

Heute berät der Verkehrsausschuss der Region erstmals über die aktuellen Pläne zur D-Linie. Zahlreiche Fragen sind noch ungeklärt.Die NP greift drei heraus: Wie viele Kosten kommen auf die Landeshauptstadt zu? Was passiert, wenn die Pläne scheitern? Und: Wozu der Abriss der Hochstraße?

Scheitert Projekt am Geld-Streit?

Hannover. Wie viel müssen Region und Stadt von den rund 63 Millionen Euro für die neue Strecke zahlen?

Der Verkehrsdezernent der Region, Ulf-Birger Franz, sagte gestern: „Wir sind mit den Akteuren im Gespräch und werden demnächst Korridore nennen.“ Die Politik solle noch in diesem Jahr über Zahlen informiert werden. In der Rathauskantine kursiert dazu eine hübsche Anekdote: Franz soll bereits bei der Tagung der Arbeitsgruppe zur D-Linie am 24. September einen verschlossenen Briefumschlag mit Zahlen an Stadtbaurat Uwe Bodemann überreicht haben.

Für die Landeshauptstadt sollen sich die Kosten – etwa für neue Bäume am Straßenrand oder ein Anteil am Abriss der Hochstraße auf rund zehn Millionen Euro summieren, ist aus dem Rathaus zu hören. Offenbar ist es noch nicht sicher, ob die Stadt sich tatsächlich in dieser Höhe beteiligen wird: „Wir haben noch nichts zugesagt“, heißt es am Trammplatz.

Konfliktstoff könnte sich besonders beim Abriss der Hochstraße abzeichnen: Die Stadt will sie zwar weghaben, hat aber die nötigen 13 Millionen Euro nicht. Hier liegt die Hoffnung auf Millionen vom Land. „Wenn wir von dort keine Zuschüsse bekommen, wird der Abriss sehr unwahrscheinlich.“ Bleibt die Straße stehen, kann der Neubau der 10 nicht wie geplant umgesetzt werden.

Gibt es Alternativen zu einem Neubau?

Wird die Hochstraße am Raschplatz wirklich abgerissen? Ist eine Haltestelle „Hauptbahnhof“ in der Kurt-Schumacher-Allee wirklich sinnvoll? Es gibt Zweifel an den Plänen, die Region und Stadtverwaltung für die neue Linie 10 vorgelegt haben – die Linke stellt sie jetzt bereits komplett in Frage.

Stefan Müller, Fraktionsvorsitzender der Linken in der Regionsversammlung sagt, für ihn stehe und falle das ganze Projekt mit der neuen Haltestelle im so genannten Posttunnel. Die wäre technisch möglich, die Region will sie aber nicht, fürchtet Unfallgefahr. Müller: „Wenn der Halt dort nicht geht, sollte man die Linie so lassen, wie sie jetzt ist.“

Müller kennt die Linie gut, der Soziologe arbeitet als Stadtbahnfahrer bei der Üstra, die 10 ist seine Stammlinie. Müller hält es für denkbar, kurze Hochbahnsteige auch auf dem Ernst-August-Platz zu bauen – grob gesprochen im Bereich der Sparda-Bank. Die Gleise könnten dort sanft abgesenkt werden, um den trennenden Eindruck der Bahnsteige an der Stelle zu verringern.

Priorität habe aber zunächst der Halt im Posttunnel und die neue Strecke zum Raschplatz und Platz der Kaufleute. Müller: „Das könnte der erste Schritt einer neuen Linie zum Zoo sein.“

Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz wollte gestern über ein Scheitern der Neubaupläne nicht spekulieren. „Wir haben keinen Zweifel, dass sie realisierbar sind.“

Auch bei den Kosten zeichne sich eine positive Entwicklung ab. Für dieselbe Summe, die ursprünglich für den Bau der Strecke bis zum Raschplatz kalkuliert worden war, könne nun bis zum Platz der Kaufleute gebaut werden. „Wir sind sehr zufrieden, das ist eine gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.“

Abriss der Raschplatz-Hochstraße – bringt die neue Strecke tatsächlich mehr Fahrgäste?

Was soll mit dem Neubau der Linie 10 erreicht werden? Zwischen Glocksee und dem neuen Endpunkt hofft die Region auf bis zu 2100 zusätzliche Fahrgäste pro Tag.

Für den Bau des letzten Streckenabschnitts, vom Raschplatz zur Königstraße, muss für rund 14 Millionen Euro die Hochstraße abgerissen werden – dort sei dann mit weiteren 600 zusätzlichen Fahrgästen zu rechnen. Mitten in der Innenstadt sei das ein sehr guter Wert, betonte gestern der Verkehrsdezernent der Region, Ulf Birger Franz.

Franz war vor einer Woche von Zuhörern so verstanden worden, als würde es auf der Linie 4800 zusätzliche Fahrgäste pro Tag geben – das ist jedoch die absolute Zahl der täglichen Fahrgäste.

Klaus Scheelhaase, der ehemalige Leiter des U-Bahn-Bauamtes kritisierte Franz´Auftreten: „Hier ist die Öffentlichkeit fehlerhaft informiert worden.“ Die größte Änderung an der Linie betrifft die Haltestellen. In der City sollen sie bis 2019 mit Hochbahnsteigen ausgerüstet werden, die auch von Rollstuhlfahrern genutzt werden können. Bislang ist auf der 10 nur der Halt am Aegi barrierefrei.


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  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
     30159 Hannover
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