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Meine Stadt Die SPD macht das Kleeblatt komplett
Hannover Meine Stadt Die SPD macht das Kleeblatt komplett
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21:32 03.03.2017
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Hannover

Auf ihren Gegenkandidaten Marlo Kratzke entfielen 20 Stimmen. Die dritte Bewerberin, Jasmin Arbabian-Vogel, ging leer aus.

„Ich schüttele mich einmal – morgen geht es weiter“, tröstete sich die Unternehmerin über das Ergebnis hinweg. Offenbar hätten die Delegierten ihr in Erwartung eines denkbar knappen Ausgangs eben keine Unterstützung gegeben: „Sie dachten, die Stimme sei verschenkt.“

Alle drei hätten sich ausgezeichnet präsentiert, befand die Basis. „Die Stimmung hat geknistert“, beschreibt Philipp Schmalstieg, Sohn des Alt-Oberbürgermeisters und Chef des Ortsvereins Linden-Limmer, die Minuten vor und während der Auszählung der Stimmen. Als Erster habe Kratzke Fahimi zu ihrem Sieg gratuliert: „Ganz Sportsmann.“

„Wenn ich sagen würde, ich sei nicht enttäuscht, wäre es eine Lüge“, gab der 25-jährige Betriebswirt im Gespräch mit der NP zu. Natürlich werde er die Kandidatin unterstützen. „Marlo kann stolz auf sich sein“, meinte die Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Sie sei über ihren Sieg „total glücklich“ und werde jetzt „ alles tun, um auch die zu begeistern, die mich nicht unterstützt haben“.

Arbeit und Soziales nennt die studierte Chemikerin, die Sigmar Gabriel 2014 zur Generalsekretärin berufen hatte, als ihre „Leib-und-Magen-Themen“. Auch sie wirbt für eine Reform der Agenda 2010 und versichert: „Wir haben die Antworten auf die Zukunft.“

Edelgard Bulmahn ( heute 66) findet gut, wer in ihre Fußstapfen treten soll: „Eine klasse Frau, sehr kompetent, die weiß, wovon sie redet und das nötige Durchhaltevermögen hat.“

Bundestagswahlkampf startet auch in der Region

Rot belegte Brote, Mucke und viel Hoffnung – im Alten Magazin an der Kestnerstraße ist die hannoversche SPD gestern in ihren Bundestagswahlkampf gestartet. Stargast war Generalsekretärin Katarina Barley. Sie schwor die Genossen auf die Chance ein, diesmal zu gewinnen.

„Die Partei zeigt Power und Zuversicht“, sagte Barley. Sie erlebe das täglich landauf und landab. Ihre Erklärung: „Die Inhalte stimmten vorher schon – jetzt passt auch die Person.“ Mit Kanzlerkandidat Martin Schulz sei ein Ruck gekommen.
Barley begrüßt die von Schulz angestrebte Reform der Agenda 2010. Es sei „an der Zeit, sie auf den Prüfstand zu stellen“. Die gravierenden Schritte seien nötig gewesen bei fünf Millionen Arbeitslosen: Jetzt bedürfe es eben Korrekturen – wie schon geleistet mit der Einführung des Mindestlohns.

Altbundeskanzler Gerhard Schröder (gestern nicht dabei) hätte vielleicht widersprochen. Er
warnt vor Bestrebungen,
seine Arbeitsmarktreformen rückgängig zu machen. In der ZDF-Zeit-Doku „Mensch Schröder“ (7. März, 20.15 Uhr) erklärt Schröder: „Die Agenda ist ein Grund dafür, dass Deutschland wirtschaftlich in einem sehr, sehr guten Zustand ist. Und man muss aufpassen, dass das so bleibt.“

Nach dem eher überschaubaren Aufschlag gestern Abend ist Großes im Frühjahr geplant. Kanzlerkandidat Martin Schulz kommt am Mittwoch, den 12. April, nach Hannover. Mit dem SPD-Landesvorsitzenden und Ministerpräsidenten Stephan Weil soll er das Capitol rocken. Bis zu 1600 Besucher würden in das Veranstaltungszentrum passen, sagt SPD-Landesgeschäftsführer Georg Brockmeyer. Schon in der ersten halben Stunde nach Schulz’ Zusage hatte die SPD mehr als 120 Anmeldungen für diesen Event. kig

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