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Gesundheit

E-Zigarette macht Hannoveraner reich

Geschäftsmann Thorolf Leddin hat sich mit der E-Zigarette eine goldene Nase verdient. Der Boom des neuen Zigaretten-Hypes gehe auf ihn zurück, behauptet er selbstbewusst.

E-Zigaretten-König von Hannover möchte er nicht genannt werden – aber eigentlich ist er das. Thorolf Leddins E-Smoker-Shop ist immerhin der zweitgrößte Abnehmer von E-Zigaretten-Produkten weltweit. 30 Geschäfte betreibt er inzwischen, dazu kommt der Online-Shop. Sein Umsatz 2011 soll bei geschätzten neun Millionen Euro liegen – Tendenz steigend.

In seiner Hauptfiliale an der Hamburger Allee (Mitte) hat Leddin ein winzig kleines Büro. Von hier verkauft er über seine Shops nach eigenen Angaben etwa 2000 E-Zigaretten am Tag – wenn die Lagerbestände ausreichen. Woher der plötzliche Boom kommt? „Ich war das“, behauptet Leddin. Als er E-Zigaretten vor ein paar Jahren kennenlernte, gab es noch zwei Probleme: Der Markt war extrem unprofessionell, und die Zigaretten schmeckten einfach nicht. Also nahm er sich zwei Jahre Zeit, las sich in Lebensmittelchemie ein und machte es besser. Der 44-Jährige suchte Hersteller, in China fand er einen Partner für Nikotinlösungen mit Geschmack.

Anschließend den Online-Shop aufzubauen, war leicht: „Ich hatte seit 22 Jahren ein Geschäft für Videospiele. Mehr als Facebook und X-Box-Live brauchte ich nicht.“ Weil er professioneller gewesen sei als seine Konkurrenz, war das Interesse von Anfang an groß. Werbung brauchte er nicht, zufriedene Kunden brachten neue Kunden mit. Inzwischen ist er mit seinen Läden fast konkurrenzlos: „Die Langsamen werden von den Schnellen gefressen. Und ich war nun mal schnell“, sagt er selbstbewusst.

Leddins Engagement, elektronische Zigaretten zu verbessern, war Eigeninteresse. 29 Jahre lang war er starker Raucher, am Schluss qualmte er zwei Schachteln am Tag: „Damit ging es mir hundeelend, aber ich wusste, dass ich es nie schaffen würde aufzuhören.“ Seit er auf E-Zigaretten umgestiegen ist, werde er nachts nicht mehr vom Husten geweckt.

Vorwürfe, dass die Langzeitwirkung von elektronischen Kippen ungeklärt sei, bezeichnet er als Schwachsinn: „Was soll da denn passieren? Propylenglykol und natürliche Aromastoffe – da ist nichts drin, was schaden kann. Auf das viele verdiente Geld legt Leddin keinen großen Wert. Er sei stolz darauf, bescheiden zu sein. Gewinne reinvestiere er sofort. Ganz uneigennützig ist sein Geschäft aber nicht: „Ich bin stinksauer auf die Tabakindustrie und den Staat. Rauchen ist doch überhaupt nur erlaubt wegen der Steuereinnahmen“, schimpft er, „mein Geschäft ist ein Rachefeldzug gegen den Staat. Ich klaue denen richtig viel Geld – und das freut mich.“

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