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Meine Stadt Die Datenbank der Pharmagelder
Hannover Meine Stadt Die Datenbank der Pharmagelder
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14:51 21.07.2016
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HANNOVER

Drei Viertel des deutschen Medikamentenmarktes werden von ihnen beherrscht: Vor wenigen Wochen haben die 54 Mitglieder der „Freiwilligen Selbstkontrolle der Arzneimittelindustrie“ (FSA) erstmals öffentlich gemacht, welche Ärzte und Organisationen in Deutschland Geld von der Pharmaindustrie erhalten - Honorare, Spenden, Spesen von Bayer, Boehringer, Pfizer, Roche, Novartis, Merck & Co. Allerdings finden sich die Namen und Beträge nicht sortiert und ordentlich an einem Ort, um leicht eingesehen zu werden. Dafür hat der Rechercheverband „Correctiv“ zusammen mit „Spiegel Online“ gesorgt. Sie haben die Daten gesucht, zusammengetragen und in eine Datenbank gepackt, die nun im Internet frei zugänglich ist.

Die Erkenntnis der gemeinsamen Arbeit: Im Jahr 2015 flossen gut 575 Millionen Euro an etwa 71 000 „Ärzte und Fachkreisangehörige“ (etwa Apotheker) und 6200 „medizinische Einrichtungen“ (etwa Kliniken, Medizinische Lehreinrichtungen). Doch nur gut 20 000 Ärzte, also etwa jeder Dritte, stimmten der Veröffentlichung gegenüber dem gebenden Pharmaunternehmen zu.

Allein 119 Millionen Euro flossen für Vorträge, Beratung, Fortbildung und Reisespesen, 90 Millionen Euro flossen an medizinische Einrichtungen für Sponsoring (also direkt mit einer Werbemaßnahme verbunden), Stiftungen und als Spende. 366 Millionen Euro flossen für Studien an die genannten Empfängerkreise.rahü

Per Name, Postleitzahl, Stadt kann jeder schauen, wer von denen, die sich der Transparenz unterworfen haben, wie viel erhalten hat - nicht gesagt ist damit allerdings, das die offengelegten Beträge auch alle erhaltenen Gelder darstellen.

Die Internetadresse der Datenbank: www.correctiv.org

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