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Das Landesmuseum will Flüchtlingen die deutsche Sprache und Kultur vermitteln.

Flüchtlinge

Deutschunterricht im Landesmuseum

Mit Sprachunterricht zwischen Kunstwerken vomMittelalter bis zur Moderne will das Landesmuseum Hannover in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Flüchtlingen die deutsche Sprache und Kultur vermitteln.

Hannover. Seit Anfang September mache eine Gruppe von zehn Teilnehmern zweimal wöchentlich in dem Kurs mit, sagte Museumsdirektorin Katja Lembke am Donnerstag in Hannover. "Wenn Menschen in Not zu uns kommen, müssen wir Erste Hilfe leisten, und dazu gehören neben Nahrung und Kleidung auch die Kultur", sagte Lembke, die selbst fünf Jahre ein Syrien gelebt hat und den Anstoß zu dem Projekt gab.

Während der Kurse, die von Anglistin und Pädagogin Soumaya Djemai-Runkel gegeben werden, würden die Teilnehmer durch die Landesgalerie geführt, wobei ausgewählte Gemälde und Skulpturen besprochen werden. Alle neuen Begriffe, Farben, Berufe und Gegenstände würden nach der Bildbeschreibung auf einer Vokabelliste gesammelt, sagte Djemai-Runkel. Sie spricht außer Deutsch und Englisch auch Arabisch und Französisch. "Parallel zur Sprache geht es auch um interkulturelle Kompetenzen, die Grundlage für eine gelungene Integration sind." Gemeinsamkeiten der Kulturen würden hervorgehoben und kulturelle Unterschiede benannt und eingeordnet werden.

Für den 39-Jährigen Hossein Saadatmand, der vor einem knappen Jahr aus dem Iran kam, ist die Hauptmotivation, die alte Kultur Deutschlands kennenzulernen. "Mir gefällt in dem Kurs alles. Nur einmal haben wir ein Bild besprochen, auf dem ich eine Frau sehe. Aber Frau Djemai-Runkel sagte, es ist ein Mann". Die Teilnehmer wurden von der Migrationsabteilung des Diakonischen Werks in Hannover ausgesucht und vermittelt. Das Projekt fördere auch den interreligiösen Dialog und trage zum gemeinsamen Verstehen bei, sagte Diakoniepastor und Geschäftsführer Rainer Müller-Brandes. Die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung unterstütze das Projekt mit 10 000 Euro. Die 2009 gegründete Stiftung setze sich nicht nur für Sport, sondern auch für Integrationsmaßnahmen und besonders Sprachvermittlung ein, sagte Geschäftsführer Sönke Burmeister.

Der Sprach- und Kulturkurs geht noch bis Ende Oktober. Eine zweite Gruppe mit weiteren zehn Teilnehmern wird den gleichen Kurs ab November belegen. epd


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  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
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     30159 Hannover
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