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Meine Stadt Der erste Tag im Prozess gegen Safia S.
Hannover Meine Stadt Der erste Tag im Prozess gegen Safia S.
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13:37 20.10.2016
Quelle: Stratenschulte/dpa
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Celle

 Für die Öffentlichkeit wurde kurzer Prozess gemacht. Weil S. Jugendliche ist und K. Heranwachsender, schickte der Senat um 10.10 Uhr Zuhörer und Journalisten endgültig raus - für die gesamte Dauer des Verfahrens. Einschließlich des Urteils. Selbst die Anklage wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit verlesen. Der Schülerin wird vorgeworfen, die Tat im Auftrag der Terrormiliz Islamischer Staat verübt zu haben. Der Vorsitzende des Senats, Frank Rosenow, begründete die Entscheidung damit, dass in der Verhandlung mehr als bislang in der Öffentlichkeit über S. und K. bekannt würde. Die Angeklagten müssten "vor Bloßstellung und Stigmatisierung geschützt" werden.

 Der Prozess fand unter erheblichen Sicherheitsvorkehrungen statt. Rund um das Gericht war Polizei im Einsatz. Am Hintereingang, durch den die Angeklagten ins Gebäude gebracht wurden, standen Beamte, die mit Maschinenpistolen ausgerüstet waren.

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Fotos: Julian Stratenschulte / dpa

 Zuhörer und Medienvertreter mussten den Verhandlungssaal durch den Eingang an der Kanzleistraße betreten. Alle wurden auf gefährliche Gegenstände durchsucht. Niemand durfte Handy und Computer mit in den Saal 94 nehmen. Weil die Prozedur so lange dauerte, war der Prozess mit 20 Minuten Verspätung gestartet.

 Der Anwalt von Safia S., Mutlu Günal, geht davon aus, dass seine Mandantin freigesprochen wird. Es gebe Zweifel, dass die zum Zeitpunkt des Anschlags 15-Jährige "in der Lage war, das Unrecht ihrer Tat einzusehen", sagte er der NP.

Britta Mahrholz

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