Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Der Traum vom Playmobil-Museum in Hannover
Hannover Meine Stadt Der Traum vom Playmobil-Museum in Hannover
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 08.02.2018
Großer Playmobil-Fan: Robert Packeiser träumt von einem eigenen Museum in Hannover.  Quelle: Lüers
Hannover

 Die Leidenschaft von Robert Packeiser stapelt sich in einer kleinen Lagerhalle auf 135 Quadratmetern Fläche – in einem Hinterhof in der Südstadt. Es ist eine, die vor allem Kinderherzen höher schlagen lässt: Der 45-Jährige sammelt Playmobil, erschafft damit ganze Landschaften. Die Ritter der Tafelrunde in einer riesigen Burg. Eine Stadt um 1900, der Wilde Westen, der berühmte Sturm auf die Bastille während der französischen Revolution, eine Märchenwelt. Einiges davon wird ab 19. August in einer Ausstellung im Historischen Museum zu sehen sein (Text rechts). Für Packeiser der „nächste Schritt“.

Der Lehrer für Kunst und Geschichte an der Wilhelm-Raabe-Schule träumt von einem „eigenen Museum. Das ist das Ziel“, zum Beispiel „1000 Quadratmeter unten im Ihme-Zentrum. Das wäre schön“. Eine Fläche, die er wohl schon jetzt problemlos bestücken könnte. Denn die kleine Lagerhalle in der Südstadt ist komplett vollgestopft. Zum Teil stapeln sich die in mühevoller Kleinarbeit erschaffenen Landschaften und Szenen übereinander. Manches kann Packeiser gar nicht zeigen.

Der Traum des Sammlers: Ein Playmobil-Museum in Hannover

Die Schau im Historischen Museum ist für den Playmobil-Fan das erste Mal, dass er seine Leidenschaft außerhalb der Lagerhalle größerem Publikum präsentiert. Andere Sammler machen das regelmäßig. Sie reisen durch die ganze Republik. Für Packeiser aber steht fest. „Für mich muss das in Hannover sein“. So eine Art Miniatur-Wunderland wie in Hamburg, nur eben für Playmobil – so stellt er sich das vor.

Alles fing an im Jahr 1976, als er sich im Alter von vier Jahren im Spielzeugladen seine erste Playmobilfigur aussuchen durfte. Zwar spielte Packeiser auch mit Lego und anderen Dingen, die vor allem seinen Geschwistern gehörten. „Ich kann mich aber kaum erinnern, dass damals etwas anderes auf meinem Wunschzettel stand als Playmobil“, sagt er.

Kämpfen, Einkaufen, Verhaften: Der Sammler stellt alles nach

In der Pubertät schlief die Leidenschaft für einige Jahre ein. 1989 wurde sie neu entfacht, als Playmobil eine neue Serie mit Figuren, Häusern und Fahrzeugen aus der Zeit um 1900 herausbrachte – viel detailreicher und liebevoller gestaltet, als es zuvor der Fall war. „Das war im Grunde fast Modellbau, Das hat mich fasziniert“, erzählt Packeiser.

Er fing an seine eigenen Playmobilwelten zu erschaffen. „Im Grunde stelle ich menschliche Situationen nach. Kämpfen, Einkaufen, Verhaften – alles“. Möglichst realitätsnah soll es dabei zugehen, orientiert an historischen Vorbildern. Ein Arbeiterhaus von 1900 gibt es nicht? Macht nichts. Packeiser steckt eines aus vorhandenen Teilen zusammen und sorgt sogar für die Risse in der Fassade. Ein ganzes Barockschloss hat er gestaltet, außerdem eine Dönerbude erschaffen – sozusagen das Haus für den Fleischspieß, den Playmobil irgendwann herausbrachte.

„Die Vielfalt an Allem“ – so umschreibt Packeiser seine Liebe für Playmobil. Und irgendwann soll es dafür ein Museum geben.

Bei 1500 Figuren hat Robert Packeiser vor einigen Jahren aufgehört zu zählen: Der 45-Jährige sammelt mit großer Leidenschaft Playmobil und träumt von einem eigenen Museum in Hannover. Zunächst werden einige seiner liebevoll gestalteten Miniaturwelten allerdings ab 19. August im Historischen Museum in Hannover zu sehen sein.

Von Christian Bohnenkamp

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!