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Der Montag in Hannover

Guten Morgen, Hannover. Es ist Montag, die neue Woche kann beginnen. Hier lesen Sie, was heute in Hannover wichtig ist:

Hannover. Heute gönnt sich der Hochsommer zumindest zwischendurch eine kleine Pause. Am frühen Mittag sind Regenschauer und Gewitter möglich. Die Temeraturen steigen trotzdem auf 28 Grad. Es soll schwül bleiben.

Die gesamte Woche wird etwas trüber als die vergangene. Es kann immer wieder zu plötzlichen Schauern und Gewittern kommen. Dazu kühlt es sich leicht ab.

Wenig los ist auf den Straßen in und um Hannover. Hier die Meldungen vom Morgen:

A2, Braunschweig → Dortmund: Zwischen Kreuz Hannover-Ost und AS Hannover-Bothfeld drei Kilometer Stau. Grund dafür ist eine Baustelle,

A2, Dortmund → Hannover: Zwischen AS Hannover-Herrenhausen und AS Hannover-Bothfeld freiKilometer Stau für LKW,

Blitzer stehen heute an der L 392 im Bereich Wunstorf sowie in Gehrden.

Weitere Verkehrsinformationen finden Sie wie gewohnt hier.

Lokales

Sprengel verliert 13 Kunstwerke

Es nennt sich „Kulturgutschutzgesetz“ – aber erst einmal gibt es wegen der neuen Regelung aus Berlin nur Probleme.

Ein ausländischer Dauerleihgeber hat bereits seine 13 Werke aus dem Sprengel Museum zurückgezogen. Zwei weitere Kunstsammler versucht Direktor Reinhard Spieler zu überzeugen, nicht das gleiche zu tun. Immerhin: „Unsere Sammlung hat genug Substanz, das zu verkraften“, sagt Spieler. Ein Verlust sei es dennoch.

Das vor Kurzem im Bundesrat gebilligte Gesetz soll den illegalen Handel mit Kunstobjekten verhindern. Es verbietet die Ausfuhr von national wertvollem Kulturgut aus Deutschland. Sammler haben die Sorge, dass sie enteignet werden könnten.

Spieler hat die zurückgezogenen Kunstwerke noch nicht aufgegeben. Er hofft noch, vermitteln zu können, dass Leihgaben aus dem Ausland bei Einfuhr mit einer Rückgabegarantie ausgestattet werden.

37 000 begeistert von „La Traviata“

Es waren unvergessliche Opernnächte: Rund 37 000 Zuschauer haben die Aufführungen von Verdis „La Traviata“ im Rahmen des NDR-Klassik- Open-Air verfolgt. Zweimal 2000 vor der Bühne hinter dem Neuen Rathaus, dazu 20 000 am Samstag und 13 000 zur Generalprobe am Donnerstag im Maschpark.

Die Flächen dort verwandelten sich wieder in eine große Festwiese. „Diese Begeisterung im Park – besser gehts nicht“, sagte NDR-Fernsehchefin Marlis Fertmann. 2017 könnte „Carmen“ aufgeführt werden.

Niedersachsen

Land erhält Patientenschutzbeauftragten

Als Konsequenz aus der Mordserie des Krankenpflegers Niels H. hat Niedersachsen eine neue Stelle geschaffen. Als erster Landespatientenschutzbeauftragter ist Peter Wüst seit diesem Monat im Gesundheitsministerium Ansprechpartner für Kranke und deren Angehörige, zum Beispiel wenn es um Fragen der Kostenübernahme geht. Er soll auch die Arbeit der Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher in den landesweit mehr als 180 Kliniken koordinieren. Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) stellt den neuen Beauftragten für Patientenschutz am heutigen Montag (13.30 Uhr) in Hannover vor.

Plakatekleben bleibt unverzichtbar

Vor der Kommunalwahl in Niedersachsen am 11. September werben die Parteien in etlichen Städten bereits mit Plakaten für sich und ihre Kandidaten. In anderen Kommunen wollen die Politiker erst nach den Sommerferien Plakate kleben. Bei der Frage, was die Plakatwerbung mit mehr oder weniger inspirierenden Botschaften in Zeiten von Internet und Sozialen Medien noch bringt, gehen die Meinungen auseinander.

"Es gibt keine messbaren Werte, ob Plakate etwas bringen oder nicht", räumt etwa die Geschäftsführerin der CDU in Hannover, Magdalena Matyja, ein. "Wenn wir nicht plakatieren, würden die Menschen nicht wissen, dass die Wahl stattfindet." In Wolfsburg beginnen CDU und SPD erst Ende Juli mit dem Plakatieren. "Wir wollen den Menschen nicht während der Ferien damit auf den Geist gehen", sagt CDU-Kreisvorsitzende Angelika Jahns.

Niedersachsen gegen Bundeswehreinsatz im Innern - Polizei schafft das

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius hat die Forderung aus Bayern nach einem Einsatz der Bundeswehr im Innern in Fällen extremer Bedrohung zurückgewiesen. "Solche Diskussionen ärgern mich geradezu", sagte der SPD-Politiker der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Montag). Wenn Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nach dem Amoklauf in München und der Bluttat in Würzburg einen solchen Einsatz fordere, dann frage er sich: "Was soll das?"

Die Polizei sei sehr wohl in der Lage gewesen, die Situation zu meistern. "Aber will Bayern künftig Kampftruppen einsetzen?", fragte Pistorius. "Und gegen wen?" Er empfahl, Grundsätze des Grundgesetzes nicht leichtfertig über Bord zu werfen. "Der Einsatz der Bundeswehr im Inneren in solchen Situationen ist nicht vorgesehen. Und so sollte es auch bleiben."

Während des Amoklaufs in München wurden Feldjäger, quasi die Polizei der Bundeswehr, in Bereitschaft versetzt. Bundeswehreinsätze bei Terroranschlägen im Inneren sind seit langem umstritten. Seit Jahren wird über eine Grundgesetzänderung diskutiert, um solche Einsätze zu erleichtern. Union und SPD haben sich im neuen Weißbuch zur Sicherheitspolitik auf den Kompromiss verständigt, dass die Bundeswehr bei größeren Anschlägen auch ohne Grundgesetzänderung eingesetzt werden kann.

Sport

Ein Kapitän und vier Chefs

Nach dem Abstieg brauchte das 96-Team neue Chefs. Gestern vor dem Training wählten die Spieler geheim ihre neue Führungsstruktur. Im neuen Mannschaftsrat sind jetzt Manuel Schmiedebach (27), Edgar Prib (26), Artur Sobiech (26), Oliver Sorg (26) und Philipp Tschauner (30).

Die Älteren haben also das Sagen in Daniel Stendels jungem Kader (Durchschnittsalter 23,8 Jahre). Den Kapitän wird der 96-Trainer erst kurz vor dem ersten Saisonspiel in Kaiserslautern (5. August) selbst bestimmen. Michael Frotzeck ließ den Captain vor einem Jahr wählen. Auch das läuft bei Stendel anders: 96 wählte fünf Chefs – nicht vier wie unter Frontzeck.

Aus dem alten Rat bleibt nur Schmiedebach übrig, weil Christian Schulz, Ron-Robert Zieler und Leon Andreasen nicht mehr dabei sind. Schmiedebach ist auch Favorit auf den Kapitänsposten.

Von 96-Geschäftsführer Martin Bader gabs vor der Wahl die deutliche Ansage: „Schmiedebach, Prib, Sané und Sobiech werden diejenigen sein, die mehr machen müssen als trainieren und spielen.“ Salif Sané gehört nicht zum Rat, ist zwar 96-Riese, aber auch von anderen Clubs riesig begehrt. Nicht auszuschließen, dass er noch wechselt.

Ein echter Jugend-Sprecher fehlt der jungen Mannschaft. Waldemar Anton (20) hatte vorher gemeint: „Das entscheidet natürlich die Mannschaft. Aber ich würde mir das zutrauen.“

Die Spieler standen bei der Wahl eher auf Erfahrung. Schmiedebach, Prib und Sobiech stecken die Köpfe im 96-Sinn sowieso ständig zusammen. Sorg war in Freiburg schon mal im Mannschaftsrat. Die größte Routine hat Tschauner.

Wo Tschauner war, wurde er gewählt: 1860 München, St. Pauli und jetzt Hannover. „Man muss in der Rolle auch unangenehme Dinge ansprechen“, findet er. Damit kennt sich Tschauner aus: Der Torwart ist schließlich auch Kassenwart bei 96.

Die 96-Rivalen 
suchen auch 
nach ihrer Form

- Union Berlin: Trotz einer ordentlichen Testspielbilanz ist Union Berlin noch nicht in optimaler Verfassung. Das magere 1:1 beim Viertligisten Energie Cottbus ärgerte Trainer Jens Keller: „Bei dem Gegentor habe wir uns dumm angestellt. Das dürfen wir in der Art und Weise nicht bekommen.“ Den Berliner Ausgleich vor 3012 Zuschauern erzielte der Ex-Kölner Philipp Hosiner (18.).

- St. Pauli: Sieglos, aber zufrieden beendete Trainer Ewald Lienen mit dem FC St. Pauli das Blitzturnier in Osnabrück. Gegen Cardiff City verlor St. Pauli 1:2, gegen den Bundesligisten Mönchengladbach gabs ein 0:0.

- Eintracht Braunschweig: Wegen Verletzungen und Rotsperren hat Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht aktuell nur einen spielfähigen Innenverteidiger: Joseph Baffo. „Wir müssen eine schlaue Lösung finden“, fordert Lieberknecht, der in den Testspielen (am Sonnabend 7:2 gegen Waldhof Mannheim) experimentierte. Aktuell läuft die Suche nach einer externen Verstärkung.

- Erzgebirge Aue: Der nächste 96-Testgegner (Mittwoch, 18.30 Uhr in Halberstadt) verlor gegen Viertligist Rot-Weiss Essen mit 1:2. Cebio Soukou schoss Aue in Führung. Nach der Pause drehte Essen das Spiel.

- VfB Stuttgart: Die erzwungene Jugendkur bekommt Absteiger Stuttgart offenbar gut. Beim 4:0 gegen den tschechischen Erstligisten Brünn lobte Trainer Jos Luhukay seine Jüngsten: „Ich bin sehr angetan von dieser Leistung.“ Im Mittelfeld führte sich Weltmeister Kevin Großkreutz nach der Verletzung gut ein und schoss das 1:0. Jan Ferdinand, Innenverteidiger Marcin Kaminski und Berkay Özcan erhöhten. Speziell der A-Jugendliche Özcan (18) spielte gegen Brünn stark.

Und jetzt wünscht ihnen die Neue Presse einen schönen Start in die Woche. Bleiben Sie informiert unter www.neuepresse.de


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Hannover in Zahlen

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
     30159 Hannover
     Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stefan Schostok