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Wasserstadt

Der Kampf um das Conti-Erbe

Giftige Nitrosamine sind in den Conti-Gebäuden auf dem Gelände der Wasserstadt zurückgeblieben. Sie sollen trotzdem bewohnbar gemacht werden – mit Hilfe spezieller Folien. Doch nicht immer liefen die Versuche erfolgreich.

Hannover. Die Zukunft der alten Contigebäude auf dem Gelände der Wasserstadt Limmer bleibt ungewiss. In ihnen waren krebserregende Nitrosamine nachgewiesen worden – ein Erbe der Reifenproduktion. Seit einiger Zeit laufen Versuche mit speziellen Folien, die den Austritt der Giftstoffe aus den Wänden ausschließen sollen. Die liefen aber nicht immer zufriedenstellend. „Wir hatten einige sehr erfolgreiche Messungen. Andere entsprachen nicht unseren Erwartungen“, sagt Bernd Hermann, Geschäftsführer bei der Wasserstadt-Limmer-Projektentwicklung.

Ein Grund für die zum Teil unbefriedigenden Ergebnisse: Die Folie war nicht einwandfrei geklebt worden. Und als Regenwasser in den Musterraum eindrang, wurden dort auch wieder Rückstände des Giftes gemessen. Doch genau das soll komplett ausgeschlossen werden. „Wir wollen den höchsten Sicherheitsgrad erreichen. Ziel sei, dass in den Gebäuden auch wirklich alle Nutzungen möglich sein sollen, so dass man dort auch wohnen und arbeiten kann“, sagt Hermann, der nun die Versuchsbedingungen „noch einmal verschärft“ hat. Ziel sei eine „Nullmessung“. Dass sie die alten Gebäude nach Möglichkeit erhalten wollen, steht für die Planer der Wasserstadt fest. Sie sind auch auf neuen Visualisierungen zu sehen, die diese auf ihrer Internetseite veröffentlicht haben.

Es sind zugleich die ersten detaillierteren Entwürfe, die veranschaulichen, wie das Gelände konkret bebaut werden könnte. Sie zeigen zum einen den Eingang auf das Wasserstadtgelände an der Wunstorfer Straße sowie Wohnhäuser mit Wasserblick entlang des Stichkanals – mit den alten Contibauten im Hintergrund. Der eigentlich angedachte Zeitplan für die Bebauung der Wasserstadt ist allerdings bereits durcheinandergeraten. Nachdem Anfang des Jahres neue Pläne mit bis zu 2000 Wohnungen für 5000 Menschen vorgestellt worden waren, wollten sich eigentlich schon im Sommer Oberbürgermeister Stefan Schostok und Stadtbaurat Uwe Bodemann der Diskussion mit Anliegern stellen. Das wurde jedoch auf Herbst verschoben, weil zunächst die Wünsche der Politik zu Planung und Bürgerbeteiligung in das Konzept eingearbeitet werden sollen. Zudem sollen dann auch gleich die Gutachten zu Lärm und Verkehr vorgestellt werden.


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