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Meine Stadt Hannover: Tuifly-Piloten bringen Grundschüler zum Staunen
Hannover Meine Stadt Hannover: Tuifly-Piloten bringen Grundschüler zum Staunen
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00:21 16.03.2018
SO FUNKTIONIERT EIN FLUGZEUG: Die Piloten Thomas Wagner (rechts) und Thomas Krumbholz erklärten den 62 Schülerreportern im Madsack-Haupthaus ihren Beruf. Quelle: Fotos: Wilde
Hannover

 „Schau mal, wie schön die aussehen“, sagte eine Schülerin und stupste ihre Nachbarin strahlend an. Die zückte das Handy und machte gleich mal ein Foto von den beiden schicken Piloten, die am Dienstagvormittag im Madsack-Haupthaus eine Pressekonferenz gaben.

Witzigerweise heißen beide Thomas – und nennen einander kurz Tom. Thomas Krumbholz ist 33 Jahre und der First Officer im Cockpit, also der Erste Offizier. Der andere Thomas ist seit 30 Jahren in der Luft. Der 54-jährige Thomas Wagner hat vier silberne Streifen am Ärmel, das Zeichen für einen Kapitän – den Chef-Piloten an Bord.

Die Boeing 737, die als Modell zwischen ihnen stand, ist 40 Meter lang, aber bei weitem nicht das längste Flugzeug der Welt, wie David (11) erfuhr. „Das ist eine Antonov 224 mit sechs Motoren, die ist 70 Meter lang“, erzählte Wagner. „Hat sich ein Gast mal nicht benommen?“, wollte Aliyah (9) wissen. Wagner erzählte eine recht aktuelle Geschichte: „Am 1. Weihnachtsfeiertag bin ich nach Fuerteventura geflogen. Und gleich beim Einsteigen fielen den Kollegen drei Österreicher auf, die total betrunken waren. Die haben wir gleich wieder ausgeladen. So kann man bei uns nicht mitfliegen.“ Maria (9) bekam heraus, dass Piloten alle sechs Monate im Flugsimulator Extremsituationen üben müssen, beispielsweise den Ausfall eines Triebwerkes. „Dann können wir trotzdem sicher landen“, sagte Krumbholz.

Ob die Ausbildung zum Piloten schwer ist? „Ziemlich, weil wir ganz viel wissen müssen“, sagte Wagner zu Emilio (10). Krumbholz verriet Samuel (9), dass schon sein Papa und sein Opa Flieger waren und er früher mit Modellflugzeugen gespielt hat. Seine Hobbys heute: Fußball, Skifahren, Motorrad und Tennis. Die drei Klassen der Grundschule Wendlandstraße aus Herrenhausen und der Wilhelm-Stedler-Schule aus Barsinghausen stellten 26 Fragen. Dann griff Regine Keppler aus der Tuifly-Kommunikation in eine weiße Tüte, zum Vorschein kamen blaue Wasserbälle zum Aufblasen. Die meisten der 62 Schüler ließen sie erstmal platt und sammelten darauf Autogramme. Wann bekommt man schon Unterschriften einer Cockpit-Besatzung?

Von C. Dannowski

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