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Meine Stadt Der Graf macht den Abflug
Hannover Meine Stadt Der Graf macht den Abflug
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23:12 03.06.2016
Abflug: Der Graf bei seinem letzten Konzert in Hannover Quelle: Sielski
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Hannover

Einmal muss der dunkle Vorhang kommen. einmal ist es Zeit zu gehen. Wer wüsste das besser als der Mann, der sich schlicht „Der Graf“ nennt? Mit seinem Erfolgsprojekt Unheilig ist er auf Abschiedstournee, gestern Abend auch in Hannover. Die Gilde-Parkbühne ist seit Monaten ausverkauft. 5000 Fans vermeldet der Veranstalter. Das Wetter hält, endlich mal in diesem Frühsommer.

Nachdem die Vorbands Megaherz und Staubkind schon einmal für frischen Wind von der Open-Air-Bühne am Stadion gesorgt haben, folgt endlich Unheilig. Das ist eine gewaltige Show, vom Grafen und seinen Jungs: Henning Verlage, einfallsreich an den Keyboards, Christoph Termühlen (er schlägt die schwere Gitarre an) und Martin Potthoff, der am Schlagzeug pumpt. 2010 gelang Unheilig mit dem sechsten Studioalbum „Große Freiheit“ der ebenso große Durchbruch. Weit mehr als eine Million verkaufte Exemplare und viele Wochen auf Platz eins der Charts. So sehr hatte Unheilig mit dem Trostbringer „Geboren um zu leben“ den Nerv einer verwundeten Gesellschaft getroffen.

Das Konzert ist generationsübergreifend. Für Groß und Klein, für Mutti und Vati. Da kann sich der Nachwuchs zusammen mit seinen Eltern bespaßen lassen. Von ergreifenden Balladen und gitarrenlastigen Rocknummern. Große Gesten und Botschaften sind inbegriffen. Das Intro wabert über die Parkbühne, es folgt die Rockgitarre von Christoph. „Neue Deutsche Härte“ heißt das heutzutage, dennoch: Unheiligs Klänge sind sehr kommerziell.
Es ist noch lange hin bis zum Abschiedskonzert im September in Köln. Es ist halt nicht vorbei, bevor es vorbei ist. Unheilig besteht seit über 16 Jahren, neun Studioalben hat man veröffentlicht. Auszeichnungen wie Echo, Bambi und die Goldene Kamera folgten. Die Stimmung auf dem Rasen vor der Parkbühne ist prima. Der Graf tänzelt über die Bretter.

Die deutschen Texte, die klare Stimme, ein gruftiger Bariton, markant und präsent, die Fans lieben es. Melodie und Hoffnung: „Lichter der Stadt“ und „Wir sind alle wie eins“, dazu „Mein Leben ist die Freiheit“ und „Unter deiner Flagge“. Stroboskop und Stumpenkerzen. Der Graf beeindruckt wie stets im schwarzen Anzug mit weißem Hemd und Krawatte. Formvollendet.
Die Band rockt, so gut es geht, Der Graf erzählt Anekdoten zu Lena Meyer-Landrut und dem ESC. „Es ist Zeit zu gehen“, singt der Graf im gleichnamigen Song. Seine Fans bringt das zum Jubeln. Die Liedtexte sind theatralisch, die Band hält mit Hardrock-Akkorden dagegen – dieser Mix ergibt düsteren Schlager. Gemeinsam singen Graf und Fans das Cover-Stück „Für mich solls rote Rosen regnen“. Als Zugaben folgen natürlich „Geboren um zu leben“, der Mega-Seller, die Abschiedshymne.

Gut zwei Stunden dauert das Stelldichein, die Fangemeinde ist beglückt und traurig zugleich. Traurig, weil Ende, Aus, Feierabend. Und glücklich, weil es so schön war.

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