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Der Donnerstag in Hannover

Guten Morgen, Hannover. Es ist Donnerstag und das ist heute in unserer Stadt wichtig:

Hannover. Sommer, Sonne, Sonnenschein? Schön wäre es! Der heutige Tag ist trüb, grau und nass. Erst zum Nachmittag und Abend hin lässt sich die Sonne blicken. Glück für die, die zum "Kleinen Fest im Großen Garten" wollen - gerade sieht alles danach aus, als das es trocken bleibt. So viel Glück hatten die Premierenbesucher des Kleinkunstfestes in Herrenhausen gestern nicht.

Nicht viel los ist auf den Straßen. Einzig und allein von der A2 kann man wieder einen Stau vermelden: A2, Dortmund → Hannover: Zwischen AS Hannover-Herrenhausen und AS Hannover-Bothfeld vier Kilometer Stau wegen einer Baustelle. Heute blitzt die Polizei an der B 217 bei Springe, die Region kontrolliert im Bereich Burgwedel.

Lokales

Maschseefestprogramm wird vorgestellt
Das Maschseefest ist "die" Sommerparty in der Landeshauptstadt. Am heutigen Donnerstag (11.00 Uhr) wird das Programm für das diesjährige Fest vorgestellt. Im vergangenen Jahr kamen 2,1 Millionen Besucher. Dieses Jahr wird vom 27. Juli bis 14. August rund um Hannovers Stadtsee gefeiert. Auf zahlreichen Bühnen gibt es Konzerte, außerdem bieten Gastronomen kulinarische Besonderheiten an.  Die Kosten für die Sicherheitsmaßnahmen während des Festes werden nach Angaben des Geschäftsführers der Hannover Marketing und Tourismus GmbH, Hans Christian Nolte, in diesem Jahr etwa doppelt so hoch sein wie 2015. Grund sind Vorgaben des Gesetzgebers und Konsequenzen aus den Silvesterübergriffen in Köln. Geplant sind unter anderem Schulungen für Mitarbeiter privater Sicherheitsdienste und der Gastronomie, damit sie bei Übergriffen auf Frauen schnell reagieren können. Darüber hinaus sind in diesem Jahr mehr private Wachmänner im Einsatz.

40 000 Behandlungen durch Straßenambulanz
Die Straßenambulanz der Caritas für Wohnungslose in Hannover hat seit ihrem Start 1999 mehr als 40 000 Behandlungen geleistet. Über die Zukunft der von Ärzten und Helfern ehrenamtlich geleisteten medizinischen Versorgung informiert die Caritas am heutigen Donnerstag (14.00 Uhr). Zuschüsse, in diesem Jahr erstmals auch von der Bürgerstiftung Hannover, hielten das Hilfsangebot am Laufen, sagte ein Sprecher. Das medizinische Angebot nutzen neben Obdachlosen immer mehr junge und werdende Mütter, Kinder und Jugendliche, aber auch Menschen, die von Altersarmut betroffen sind. Die Ambulanz ist nach Caritas-Angaben die einzige ihrer Art in Niedersachsen.

Fracking-Gegner demonstrieren in Hannover
Einen fünf Meter hohen Bohrturm wollen Fracking-Gegner am heutigen Donnerstag (10.45 Uhr) aus Protest in Hannover aufbauen. Unser NP-Fotograf Christian Behrens wird für Sie vor Ort sein. Vor dem Sitz des Bundesverbandes für Erdgas, Erdöl und Geothermie wollen sie dagegen demonstrieren, dass konventionelles Fracking in Sandstein weiter erlaubt bleibt, wenn auch unter schärferen Auflagen. Unkonventionelles Fracking in hartem Schiefergestein bleibt verboten, wie Bundestag und Bundesrat erst vor kurzem beschlossen hatten. Zu wissenschaftlichen Zwecken darf es aber vier Probebohrungen geben, um die Folgen für die Natur zu erkunden - jedoch nur, wenn die betroffenen Bundesländer zustimmen. Die Bürgerbewegung Campact fordert einen kompletten Verzicht auf die Technik. Vertreter wollen in Hannover eine Petition an den Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geothermie übergeben, die im Internet bereits von 26 000 Menschen unterstützt wurde.

Niedersachsen

Nirgendwo in Deutschland steigen Pacht und Kaufpreis für landwirtschaftliche Flächen so stark wie in Niedersachsen, beklagt Landwirtschaftsminister Christian Meyer. Er will deshalb eine Preisbremse von 30 Prozent einführen.
Der durchschnittliche Kaufpreis für Ackerland sei in Niedersachsen zwischen 2006 und 2015 von 1,25 Euro auf drei Euro pro Quadratmeter gestiegen, bei Grünland habe er sich auf 1,50 Euro verdoppelt. Im Schnitt steigen die Preise um zehn Prozent im Jahr, so Meyer. Die Pachtpreise seien im Schnitt um 35 Prozent gestiegen.

„Das ist existenzgefährdend“, sagte Meyer mit Blick auf die Preisentwicklung. Bei niedrigen Milch- und Schweinepreisen würde das gerade für Familienbetriebe gefährlich.

Im kommenden Jahr will Meyer deshalb einen Gesetzentwurf in den Landtag einbringen, der bei Verkäufen und Neuverpachtungen eine Preissteigerung von maximal 30 Prozent zulässt, Vergleichswert seien die örtlichen Durchschnittspreise. Meyer sieht das neue Gesetz ausdrücklich als Schutz gegen branchenfremde Investoren, die mit landwirtschaftlichen Flächen Geld verdienen wollen. „Bauernland in Bauernhand“, sagte Meyer.

Meyer betonte, Verkäufe und Neuverpachtungen müssten bei den Landkreisen gemeldet werden. Liege der Preis verbotenerweise mehr als 30 Prozent über dem Durchschnitt, begehe der Anbieter eine Ordnungswi-drigkeit. Im Extremfall seien dann Bußgelder von bis zu einer Million Euro möglich.

Auch die Fläche des Landes, die ein Landwirt ankaufen oder pachten darf, soll begrenzt werden. In einer Gemarkung – ein Oberbegriff für benachbarte Flächen – soll der Anteil nicht über einem Viertel liegen. Der Landvolkverband kritisierte diese Regelung gestern als zu weit gehend. Familienbetriebe innerhalb kleiner Gemarkungen würden so bei Wachstumschancen beschnitten.

Meyer sagte, er hoffe für die Neuregelung des „Gesetzes zur Sicherung der bäuerlichen Agrarstruktur in Niedersachsen“ auch auf Zustimmung der CDU im Landtag. Der stellvertretende Frak-
tionsvorsitzende Frank Oesterhelweg hatte kürzlich angemahnt, landwirtschaftliche Flächen müssten besser vor dem Kauf durch Investoren geschützt werden. „Absurd hohe Kaufpreise“ müssten gebremst werden.

Laut Landwirtschaftsministerium liegt die Durchschnittsgröße der Betriebe in Niedersachsen bei 65 Hektar. Mehr als jede zweite landwirtschaftliche Fläche sei verpachtet. Mehr als ein Drittel der Neuverpachtungen oder Verkäufe sei in den vergangenen Jahren an Investoren wie Banken oder Privatleute gegangen, die sich eine hohe Rendite versprechen.

Sport

Der sportliche Wert von Salif Sané für 96 ist ja bekannt. Aber nach der Blitzheilung von der Außenbanddehnung im Knie und den vier Tagen Pause wurde gestern im Training wieder deutlich, wie überragend der 1,96-Meter-Riese sein kann. Stark im Trainingsspiel, ballsicher, passgenau, stabil. „Man hat es wieder gemerkt“, sagte Trainer Daniel Stendel: „Salif ist ein Spieler mit Extraqualität, davon wird es in der zweiten Liga nicht viele geben.“Sané würde allerdings lieber erstklassig bleiben, den Kölnern gab er bereits eine Zusage. Aber Stendel hat eine besondere Überzeugungstaktik, um ihn zum Bleiben zu bewegen: Sané bekommt Extra-Würste vom Trainer. „Spieler mit Extra-Qualität haben manchmal Extra-Freiräume“, erklärte Stendel. Bei 96 darf Sané mehr als andere Kollegen, was seinem etwas eigenwilligen Verhalten entgegenkommt.

Narrenfreiheit für Sané? So weit geht die Liebe nicht. Zu spät zum Essen erscheinen? „Das darf er nicht“, betont Stendel, „wenn alles funktionieren soll, müssen wir uns an Regeln halten, das gilt aber nicht nur für Salif. Wir brauchen die individuelle Klasse jedes Spielers, und jeder bekommt den Freiraum, das auszuleben, wenn es zum Erfolg des Teams führt.“

Weitere aktuelle Informationen finden Sie unter www.neuepresse.de

Wir wünschen ihnen einen guten Start in den Tag. Kommen Sie gut durch!


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Hannover in Zahlen

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
     30159 Hannover
     Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stefan Schostok