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Meine Stadt Demonstranten in Hannover wollen noch nicht aufgeben
Hannover Meine Stadt Demonstranten in Hannover wollen noch nicht aufgeben
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18:57 13.08.2009
Die Lage ist vorerst ruhig: Arbeiter räumen auf dem Gelände auf. Quelle: Elsner
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VON B. LÜERS UND G. GEROLD

An Tag eins nach der spektakulären Räumung des Boehringer-Geländes machten sich Donnerstag die Projektleiter des Pharma-Konzerns ein Bild von der Lage: Friedolin Nöker und Volker Ohlinger, Planer des umstrittenen Tierimpfstoffzentrums, begutachteten das Gelände am Bünteweg (Kirchrode).

Ein zwei Meter hoher Bauzaun umgibt jetzt das Gelände – davor patroullieren Polizisten, dahinter Mitarbeiter einer Wach- und Schließgesellschaft. Die mit Bäumen und Sträuchern bewachsene Fläche ist hinter der Umzäunung bereits planiert, an einigen Stellen häuft sich noch Gerümpel. Müll, den die 33 Besetzer hinterlassen haben.

Am Mittwochmorgen hatten hunderte Beamte das 42.000 Quadratmeter große Grundstück geräumt (neuepresse.de berichtete). Fast eineinhalb Monate hatten die Besetzer zuvor ausgeharrt, um eine Ansiedlung Boehringers zu verhindern.

„Ich bin froh, dass keine Steine geflogen sind“, so Nöker. „Mit der Räumung sind wir sehr zufrieden.“ Nun soll ein fester Zaun um das Gelände gezogen werden. Anschließend soll der angrenzende Büntegraben von der Stadt renaturiert und die Fläche auf Blindgänger untersucht werden. Nöker: „Mit den Vorbereitungen für den Bau des Tierimpfstoffzentrums wollen wir planmäßig im Dezember beginnen.“

Auf den Wachdienst will Boehringer zunächst nicht verzichten. Die Besetzer verbuchen das als Erfolg: „Wir wollten es denen so schwer wie möglich machen und durch diese Ausgaben trifft man die Konzerne sehr“, so Lara, Sprecherin der Aktivistengruppe. Mitstreiter Philip kündigt an: „Die Räumung bedeutet nicht das Ende unseres Widerstands.“ Der Kampf gehe auf anderen Wegen weiter.

Nahezu ruhig verhielten sich die Boehringer-Gegner in der ersten Nacht nach der Räumung. Einen Vorfall registrierte die Polizei am frühen Abend: Unbekannte hängten an die Eilenriede-Brücke über den Messeschnellweg zwei Banner. Darauf stand: „Wer räumt, kriegt Stress“. Die Warnung sei laut Polizei direkt an Boehringer adressiert gewesen. Beamte sahen sechs Vermummte flüchten.

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