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Meine Stadt Delticom büßt für Reifen-Preiskampf
Hannover Meine Stadt Delticom büßt für Reifen-Preiskampf
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00:18 09.02.2018
HOCH GESTAPELT: Reifenlager der Delticom AG (reifendirekt.de) in Höver bei Sehnde nahe Hannover. Quelle: Foto: Thomas
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HANNOVER

Ziel verfehlt, und zwar deutlich: Der hannoversche Internet-Reifenhändler Delticom AG hat im vergangenen Jahr nur etwa zehn Millionen Euro verdient – die vom Management selbst gesetzte Marke war: 16 Millionen Euro (EBITDA, vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen). Und das, obwohl laut Mitteilung des börsennotierten Unternehmens der Umsatz um zehn Prozent gesteigert wurde, mit etwa 667 Millionen Euro um 17 Millionen Euro über der eigenen Erwartung lag. Als Jahresüberschuss bliebe noch etwa eine Million Euro übrig – im Jahr 2016 betrug der Gewinn 4,5 Millionen Euro.

Vorstandschef Andreas Prüfer erläuterte der NP die Gründe: „Vier von den sechs Millionen weniger EBITDA kommen vom Reifengeschäft her – da haben wir letztes Jahr die Preise ordentlich nach unten angepasst“. Delticom ist in 68 Ländern vertreten, sieht sich als führend in Europa; bekannt sind hier die Internet-Plattformen reifendirekt.de und tirendo.de. Die gesenkten Preise hätten zwar Mehr Menge gebracht, das habe aber nicht gereicht, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. „Dieses Jahr werden wir da etwas vorsichtiger sein“, sagt Prüfer. Er will offenbar nicht erneut Marktanteile mit tiefen Preisen zu lasten des Ergebnisses bezahlen

Auch die Integration und der Aufbau der Start-up-Firmen im Kerngeschäft (Autopink, Mobile Mech) sowie in der Zweitsparte „Essen“ (gourmondo.de, lebensmittel.de) haben laut dem Vorstandschef „gut eine Million mehr Aufwand erfordert als gedacht“.

Um den im Jahr 2013 für gut 50 Millionen Euro erworbenen Wettbewerber Tirendo ist es ruhig geworden – davor glänzte das junge Unternehmen durch TV-Spots mit Formel 1-Weltmeister Sebastian Vettel. Prüfer: „Fernsehwerbung ist teuer, das machen wir nicht mehr. Tirendo läuft ziemlich gut, wir sind damit zufrieden.“ Weitere Zukäufe habe das Management „definitiv nicht“ auf seiner Agenda, man habe „genügend Start-ups“ zu betreuen und „das Kerngeschäft braucht unsere Aufmerksamkeit“.

Von Ralph Hübner

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