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So soll der Sprengel-Anbau aussehen.

Hannover

Das wird die neue Fassade im Sprengel-Museum

Einstimmig und mit großem Lob hat sich Dienstag die 13-köpfige Jury für die Erweiterung des Sprengel Museum für eine Fassade aus gefärbtem und poliertem Beton ausgesprochen. Der ursprüngliche Vorschlag aus Glas stand allerdings gar nicht mehr zur Wahl.

Von Dirk Altwig

Hannover. „Man wird den Beton wahrscheinlich gar nicht als solchen wahrnehmen“, sagte der Vorsitzende der Jury, der Wiener Architekt Professor Adolf Krischanitz, bei der Vorstellung der neuen Fassade im Rathaus. Aus verschieden dezent gefärbten Betonteilen – der Architekt sprach vornehm von „Werkstein“ – solle eine abwechslungsreiche Fassade zusammengesetzt werden. Außerdem solle der Beton poliert werden. Die äußere Gestaltung werde der Ausstellungsstücke würdig sein, Krischanitz nannte den Bau „einen wertvollen Schrein“.

Bereits bei der Preisvergabe habe die Jury Zweifel an der Machbarkeit der Glasfassade gehabt, betonte der Vorsitzende gestern. Die neue Fassade bringe „das Projekt nach vorne“. Anders als bei der ursprünglichen Planung gebe es nun drei Stellen, an denen die Besucher auf den Maschsee blicken könnten: „Die Stadt selbst wird da zum Kunstwerk.“ Durch Umplanungen – etwa dünnere Wände – werde nun doch eine Ausstellungsfläche von 4400 Quadratmetern erreicht, freute sich Direktor Ulrich Krempel. Der Vorsitzende des Kulturausschusses, Lothar Schlieckau (Grüne), der sich ursprünglich klar für die Glasfassade ausgesprochen hatte, sagte gestern: „Der Entwurf ist wesentlich angenehmer, als ich bei Sichtbeton befürchtet hätte.“ Vor allem die Raumaufteilung sei positiv. Der Zürcher Architekt Markus Peter sagte, er habe seine ursprünglichen Ideen fortentwickeln können.

Kulturdezernentin Marlis Drevermann betonte: „Wir sind mit dieser Entscheidung einen großen Schritt weiter.“ Eine echte Alternative zwischen Glas und Beton habe es gestern aber eigentlich gar nicht mehr gegeben, ist aus dem Umfeld der Jury zu hören. Nur der Beton-Entwurf sei bis zur Entscheidungsreife vorangetrieben worden.

Kulturministerin Johanna Wanka nannte das Aus für die Glasfassade auch gestern noch „überraschend“, ergänzte aber: „Jetzt kommt es aber darauf an, das Projekt insgesamt voranzutreiben.“ Heute werden Ministerin Wanka und Oberbürgermeister Stephan Weil über die Finanzlücke von rund 3,5 Millionen Euro beraten. Das Land kündigte gestern an, eine Million zu übernehmen.

Die Betonfassade ist rund 300 000 Euro günstiger als die Glas-Version. Beim Gesamtvolumen von rund 28,5 Millionen Euro habe das aber eine untergeordnete Rolle gespielt, versicherte Kulturdezernentin Drevermann.

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