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Fünf berühmte Momente von Hannover in der Popkultur

Wenn man an berühmte deutsche Städte denkt, fallen einem Berlin, Hamburg oder München ein. Aber Hannover ist nicht zu unterschätzen! Schließlich hat Breaking Bad hier gespielt und was sonst popkulturell noch so los war, seht ihr hier:

Hier ist eine Liste der fünf popkulturellen Ereignisse in und aus Hannover, sortiert nach ihrem Bekanntheitsgrad:

Platz 5: Der Film „23 – Nichts ist so wie es scheint“ von 1998 (Regie: Hans-Christian Schmid) dreht sich um den gebürtigen Hannoveraner Karl Koch, der in den achtziger Jahren mit einem Ableger des Chaos Computer Clubs namens „Leitstelle 511“ für den KGB spionierte. Der Film bezieht sich auf reale Personen und Ereignisse und thematisiert Hacker auf klaustrophobische und fast schon prophetische Art und Weise, wenn man sich die heutige Bedrohung von Hackergemeinschaften ansieht. Der Film hat es allerdings nie groß über die Landesgrenzen hinaus geschafft und ist, trotz seiner Auszeichnungen, auch eher ein kleiner, dafür sehr guter Film über einen Hannoveraner. Nicht unbedingt über Hannover.

EuroVideo Media

Platz 4: Die Chaostage. Ein "Treffen". So könnte man euphemistisch die Proteste von Punks gegen die damals geplante „Punker-Kartei“ der Polizei nennen, die 1995 in Straßenschlachten ihren dramatischen Höhepunkt erreichten. 1983 gab es die ersten Chaostage, bei denen aus ganz Deutschland Punks, dementsprechend einsatzbereite Polizisten und andere Gruppe anreisten. Und mit anderen Gruppen sind gewaltbereite Links-Autonome genau so wie Rechtsradikale gemeint, die einen wesentlichen Teil zur Eskalation beigetragen haben. Es gab damals kaum ein anderes Thema in den deutschen Medien, und auch wenn Hannover nicht viel dafür konnte, ist es trotzdem ein bedauerlicher Höhepunkt in seiner popkulturellen Bedeutung. Der Film „Chaostage – We are Punks“ dokumentiert in Teilen diese Straßenschlachten aus Sicht der Teilnehmer.

Platz 3: Melanie C startete 1998 ihre Solo-Karriere, getrennt von den Spice Girls. Für die Fans war die Trauer groß, aber für sie gab es tatsächliche Erfolge zu feiern. Einer davon ist ihre Single „First Day of my Life“ (2005), die heute noch im Radio zu hören ist. Was die meisten nicht wissen: Das Musikvideo dazu wurde in Hannover gedreht. Regisseur des Videos ist der Hannoveraner Nikolaj Georgiew, der sich als Locations unter anderem die Herrenhäuser Gärten, den Maschsee und die Raschplatz-Hochstraße ausguckte. Schönes Video für die Zeit, das man mit Sicherheit auch außerhalb von Hannover gesehen hat.

Platz 2: „Warte, warte nur ein Weilchen, dann kommt Haarmann auch zu dir...“ Der Fall des Fritz Haarmann (1879 - 1925) alias „Der Vampir“, „Der Schlächter“, „Der Kannibale“ und „Der Werwolf“ von Hannover ist eine der bekanntesten Kriminalgeschichten Deutschlands und auch aufgrund seiner Brutalität zu unrühmlicher Bekanntheit gekommen. Haarmann wurde wohl in jungen Jahren von seinem älteren Bruder sexuell missbraucht und litt unter der autoritären Erziehung seines Vaters. Außerdem hatte er Halluzinationen, ihm wurde Schizophrenie diagnostiziert. Insgesamt tötete der Hannoveraner 24 junge Männer und Jungen. Der Großteil der Verbrechen spielte sich in der Altstadt von Hannover ab. Neben den brutalen Morden bekam der Fall auch deshalb so eine Aufmerksamkeit, weil der Serienmörder seine Opfer nach deren Ableben zerteilte. Er wurde zum Tode verurteilt. In der Popkultur finden sich alle möglichen Versionen der Geschichte von Haarmann - mal abgesehen vom eingangs zitierten Lied gibt es eine sehr gute Graphic Novel von Peer Meter, den Film „Der Totmacher“ mit Götz George, und auch der Fritz-Lang-Film „M“ ist von den Ereignissen inspiriert.

Wikimedia

Platz 1: Eine der, wenn nicht die populärste Serie der Welt spielt in Hannover! Jedenfalls ein ganz, ganz kleines bisschen. Es geht um: "Breaking Bad". Offensichtlich haben die Recherchen der Drehbuchautoren für die Serie rund um den Chemielehrer und Chrystal Meth-Dealer Walter White ergeben, dass Hannover mehr ist als nur eine Messestadt. Wir sind schließlich auch ein großer Industriestandort. Grund genug, den fiktiven Maschinenhersteller „Madrigal Elektromotive GmbH“ in unserer Stadt zu platzieren, der für die Herstellung von speziellen Luftfiltern verantwortlich ist, die in Drogenlaboren zum Einsatz kommen. Der Hannoveraner in der Serie, der Chef der Firma ist, entspricht eher den gängigen Klischees, wie sich Amerikaner die Deutschen vorstellen, aber die Szenen in Hannover sind sehr spannend inszeniert. Auch wenn nicht hier gedreht wurde, gab es wohl kaum einen Moment, in dem Hannover im fiktiven Film und Fernsehen je berühmter war.

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Hannover in Zahlen

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
     30159 Hannover
     Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stefan Schostok