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Leben

Das ist das heißeste Eis des Sommers in Hannovers Eisdielen

Leicht und fruchtig geht es diesen Sommer in Hannovers Eisdielen zu. Joghurt und Quark sind ebenso beliebt wie biologische Zutaten. Von Limette bis Rhabarber: NP-Volontär Jan Heemann und Fotografin Nancy Heusel waren auf erfrischender Testtour.

Hannover. 1. Frozen Yoghurt ist die moderne Version von Eiscreme: gesund, fett- und zuckerarm und äußerst individuell gestaltbar. Im Shop Ohlala in der Oststadt kann man sich zu seinem gefrorenen Joghurt diverse Toppings und Früchte bestellen: „Die meisten Kombinationen sind entweder sehr fruchtlastig, oder die Kunden wählen einen unserer Vorschläge. Bei den Kindern kann es da schon mal wilder werden, wenn eine Süßigkeit der nächsten folgt.“ Der Trend des Sommers ist bei Julia Faber-Oberpottkamps Geschäft der Nahrungsmitteltrend überhaupt: Superfood. „Goji-Beeren oder grüne Rosinen gehen mit geröstetem Müsli sehr gut weg“, berichtet die 34-Jährige. Die freie Zusammenstellung etwa mit selbst gemachten Brownies ist das Highlight der Süßspeise, die mit frischem Obst punktet. Ein kleiner Becher kostet 1,90 Euro

2. Massimo Dall’Asta am Steintor mag es in diesem Sommer fruchtig. „Die Sorte Schwarze Johannisbeere muss man einfach probieren. Das ist wirklich genial!“ Ein ungewöhnlicher Geschmack für Fruchteis – er erinnert an Johannisbeere, ist aber nicht zu sauer. Das Eis schmeckt so gut, wie es der Café-Besitzer angekündigt hat. Seit 1928 betreibt Dall’Astas Familie bereits Eisdielen in Hannover. Er selber ist 43 Jahre im Geschäft und hat davon 32 Jahre in seiner Filiale am Steintor gearbeitet: „Ich fühle mich wirklich wohl hier und mach das jetzt noch so lange, bis meine Söhne mir sagen, dass ich zu alt bin.“ Die zweite Sorte, die in diesem Sommer am Steintor richtig gut läuft, ist Rhabarbereis. In Kombination mit der Schwarzen Johannisbeere ergibt sich eine leckere Portion Erfrischung. Die Konsistenz ist allerdings nicht so fest. Dadurch wirkt es wie Parfait – schadet dem Geschmack aber nicht. Eine Kugel kostet 1,10 Euro.

3. Zweimal gibt es die sogenannte Frioli Eis-Manufaktur von Tanja Metz in Linden. Einmal in der Stephanusstraße und noch einmal direkt am Lindener Markt: „Als Kind habe ich sehr viel Eis in Italien gegessen. Ich koche unheimlich gerne mit frischen Zutaten und finde, dass Eiscreme auch so sein sollte: frisch und mit purem Geschmack.“ Metz’ Konzept schmeckt man. Die neue Sorte veganes Schokoeis mit Kokosmilch ist der intensivste Geschmack im ganzen Eistest. Sie schmeckt wie Mousse au Chocolat als lockere Eiscreme. Für Schokoladenliebhaber ist das Pflicht. Nicht jede ihrer Eissorten ist vegan, aber das ist für Metz auch kein Muss: „Klar fragen die Leute in Linden öfter danach, und ich finde das auch keine schlechte Prämisse, um sich zu ernähren.“ Eine Kugel Premium-Eis kostet 1,80 Euro und die normalen 1,25 Euro.

4. Der Eisdiele Colloseum im Hauptbahnhof begegnen viele Reisende als Erstes, sofern sie den Bahnhof Richtung Innenstadt verlassen – man kann sich also schlechtere Standorte vorstellen. Nelson Da Cruz ist der Teamleiter beim Colosseum und hat in diesem Sommer die Sorte Limette besonders häufig verkauft: „Zitroneneis haben schon viele gegessen. Zum Sommer passt Limette aber auch sehr gut. Darum wird das auch so toll angenommen.“ Da Cruz ist seit 16 Jahren Teamleiter beim Coloseum und war bei der Eröffnung 2000 dabei. Und er hat recht: Das Limetten-eis, eine Kugel kostet 1,20 Euro, schmeckt sehr nach dem Klassiker Zitrone, aber eben etwas bitterer und intensiver. Gefühlt erfrischt es mehr – vermutlich, weil man Zitroneneis schon oft gegessen hat. Die Konsistenz ist cremig und fest, so, wie man sich italienische Eiscreme vorstellt. Man sollte Limette am besten mit anderen Sorten mischen. Drei Kugeln davon sind, dank der Schlichtheit, nicht allzu aufregend.

5. Zweimal gibt es die Eisdiele San Marco von Sandro Cenedese auf der Lister Meile. In der Filiale mit der Hausnummer 51 verkauft sein Neffe Alessio Sfriso das Eis. Diesen Sommer ist die Sorte Joghurt-Mango besonders beliebt. „Das schmeckt so schön leicht und fruchtig“, schwärmt Sfriso, der seit 18 Jahren im Eisgeschäft seines Onkels arbeitet. Angefangen hatte er mit einem Praktikum, um mal zu schauen, wie das so läuft – es hat ihm gefallen. Die Sorte schmeckt wirklich nach Sommer. Wichtig ist dabei, dass der Mangogeschmack nicht zu intensiv ist. Denn die Frucht ist sehr dominant und wurde deshalb bewusst sehr dezent eingesetzt, vielleicht etwas zu dezent. Der Naturjoghurt kommt dafür entsprechend kraftvoll beim Gaumen an. Die Eisdiele bietet seit diesem Sommer auch Eis aus rein biologischen Zutaten an. Davon kostet eine Kugel 1,80 Euro, die anderen Sorten gibt es für 1,20 Euro.

6. Die Filiale der Eisdielenkette Giovanni L. am Kröpcke wird von Farhad Ghanay betrieben. Seit 2007 leitet er das Geschäft, das seit zwölf Jahren in Hannover besteht. Seine Eissorte des Sommers ist Rhabarberquark: „Erst sind die meisten skeptisch, aber nachdem sie probiert haben, kommen sie immer wieder und bestellen die Sorte.“ Der fruchtig-säuerliche Rhabarber passe grundsätzlich sehr gut zum Sommer, so Ghanay. Auch die Kombination mit dem Quark ist lecker. Der sorgt auch für eine optimale Konsistenz, cremig und fest sind hier super ausbalanciert. Das einzige Problem: In unserer Portion war eine Sauce auf dem Rhabarberquarkeis, die stark nach Heidelbeere geschmeckt hat. Das war zwar lecker, aber in Kombination mit dem Quark blieb von dem Rhabarber-Aroma leider nicht mehr viel übrig. Bei Giovanni L. kostet eine Kugel 1,20 Euro.


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