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Meine Stadt Das Oktoberfest hat ausgezapft
Hannover Meine Stadt Das Oktoberfest hat ausgezapft
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00:15 12.10.2016
ERNÜCHTERND: Der Streit um dieAusschreibung hat in der Vorbereitungkostbare Zeit gekostet. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Etwas mehr hätte es dieses Jahr schon sein dürfen. Mehr Sonne, mehr Besucher und mehr Vorlaufzeit für Werbung.

Nach 17 Tagen ist gestern das Oktoberfest auf dem Schützenplatz zu Ende gegangen - mit einer ernüchternden Bilanz. „Wir hatten viel zu wenig Zeit, um ordentlich Werbung zu machen. Auch darum waren wir auch nicht so stark wie in anderen Jahren. 2015 hatten wir ungefähr 900 000 Besucher. Dieses Jahr werden es vermutlich 700 000“, resümiert Arthur Armbrecht, Geschäftsführer der AG Volksfeste (AGV), die das Oktober- und Schützenfest traditionellerweise ausrichtet. Diese hatte erfolgreich gegen das Losverfahren der Stadt geklagt, durch das die FTE-Ahrend Veranstaltungsgesellschaft den Zuschlag bekommen hatte. Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht entschied dann anders und gab Armbrecht und seiner AGV Recht (NP berichtete). Innerhalb von zwei Wochen wurde das Fest auf die Beine gestellt. Armbrecht weiß aber auch, dass das Wetter eine große Rolle spielt: „Der September lief sehr gut. Wir hatten echt traumhaftes Wetter. Im Oktober wurde es dann leider etwas schwächer, aber wir sind trotzdem froh über unser Ergebnis.“

Auch Klaus Wilhelm, ein langjähriger Kollege von Armbrecht, findet den ganzen Stress rund um die Ausschreibung unnötig. „Das Wichtige ist doch, dass die Leute herkommen und Spaß haben. Wenn das all die Jahre geklappt hat, warum soll man das jetzt ändern?“ Seine Familie betreibt das große Riesenrad und ist schon über 100 Jahre im Schaustellergewerbe. Seine Bilanz fällt am Ende doch noch positiv aus. „Es war nicht so stark wie letztes Jahr, aber immer noch gut.“

Es gibt allerdings auch Besucher, die eine Veränderung begrüßen würden: „Man kann einfach nicht so häufig herkommen, weil es schnell langweilig wird“, findet Niyazi Payaz, der mit seiner siebenjährigen Tochter Esmar da ist. „Für die Kinder ist das aufregend, aber die Eltern sehen zu oft das Gleiche. Es wäre doch gut, wenn sich da mal was ändern würde.“ Vielleicht wird sein Wunsch ja erfüllt. Bisher ist nämlich noch nicht eindeutig geklärt, wer das Frühlingsfest 2017 ausrichten wird.

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