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Die Fassade vom Landgericht Hannover bröckelt

Die Fassade vom Landgericht Hannover bröckelt© Andreas Körlin

Hannover

Das Landgericht bröckelt

Urteile des Landegerichts müssen stets wasserdicht sein; aber das Gebäude, in dem Richter Recht sprechen, offenbar nicht: Seit Jahren bröckeln Teile der Außenfassade, auch regnete es durchs marode Dach in Amtsstuben. Darüber urteilt Landgerichts-Sprecher Hans-Christian Rümke auf NP-Anfrage so: „Wir sehen das mit Missfallen.“ Zuständig sei das Staatliche Baumanagement. Diese Behörde sei bereits seit Jahren über die Missstände informiert.

Besonders betroffen ist der hintere Gebäudeteil zwischen Fernroder- und Rundestraße sowie Volgersweg. Risse in der Außenfassade, bröckelnder Putz, freiliegendes verrostetes Baueisen, an vielen Stellen sind blanke rote Mauersteine zu sehen – das Justizgebäude, in dem auch ein großer Teil der Staatsanwaltschaft untergebracht wurde, ist baulich keine Augenweide.

„Darunter kann das Ansehen der Justiz leiden“, sagt Rümke. Dann fügt der Richter und Behördensprecher hinzu: „Auch das Dach ist seit Langem undicht.“ Mit Blick auf die bereits länger ausstehende Sanierung erklärt er: Das Baumanagement sei seit Jahren informiert, beobachte die Schäden.

„Seit 2010 ist das Staatliche Baumanagement im Rahmen der Bauunterhaltung an den Dachflächen des Langbaus tätig. Seit den Sommerunwettern in 2017 sind Schäden der Dachfläche des Anbaus bekannt“, sagt Sebastian Blank, Sprecher der Oberfinanzdirektion Niedersachsen, für das Staatliche Baumanagement.

Die Dachschäden am Anbau seien vor wenigen Wochen abgedichtet worden. Blank weiter: „Die geschätzten Kosten für die Komplettsanierung der Dachflächen von Langbau und Anbau liegen bei etwa 300 000 Euro. Teilbereiche werden in 2017 saniert. Fortgesetzt wird die Dachsanierung in 2018.“

Im Bereich der Staatsanwaltschaft sind laut Baumanagement rund 2000 Quadratmeter Außenputzflächen beschädigt. Behördensprecher Blank: „Seit 2010 wurden im Rahmen der Bauunterhaltung die gravierendsten Schäden an der Fassade im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel sukzessive instandgesetzt. Eine Komplettsanierung der Fassade ist in Planung.“ Die Sanierung werde vermutlich knapp eine Million Euro kosten.

Im Rahmen der Bauunterhaltung würden in diesem Jahr außerdem rund 30 Fenster ausgetauscht. „Eine Fortführung des Fensteraustausches ist für 2018 vorgesehen“, sagt Blank. Der Sprecher zum baulichen Gesamtzustand der Immobilie: „Ihrem Alter entsprechend in insgesamt gutem Zustand.“

In dem Justizgebäude arbeiten rund 225 Beschäftigte auf rund 15 500 Quadratmetern für das Landgericht und rund 270 auf rund 17 500 Quadratmetern für die Staatsanwaltschaft.

Von Andreas Körlin


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