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Ein Modell zeigt die mögliche Zukunft des Steintors.

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Steintor

Das Ende der Tunnelträume?

Beerdigt die geplante Bebauung des Steintorplatzes für immer alle Träume einer Fortsetzung des unterirdischen Stadtbahnausbaus? Das jedenfalls fürchtet die Initiative Pro-D-Tunnel, die seit Jahren für die Verwirklichung der Tunnellösung kämpft, die ursprünglich für die D-Linie vorgesehen war.

Hannover. Unter dem Steintorplatz wurde dafür schon eine weitere U-Bahnstation gebaut. Sie soll nun jedoch für Kellergeschosse der Platz-Bebauung aufgegeben werden.

 Aus Sicht von Jens Pielawa, dem Vorsitzenden der Initiative, ein großer Fehler. Er geht davon aus, dass der Nahverkehr weiter wachsen wird und deswegen eines Tages auch der unterirdische D-Tunnel benötigt wird, um das Verkehrsaufkommen bewältigen zu können. Auch ist er sich sicher, dass die nun oberirdisch geplante D-Linie „den Verantwortlichen schon bald um die Ohren fliegen wird“.

Pielawa argumentiert außerdem, dass es überhaupt keinen Beschluss gebe, aus dem hervorgeht, dass es keinen Tunnelausbau mehr geben werde. Stadtbaurat Uwe Bodemann, der die Pläne für den Steintorplatz am Montag dem Bezirksrat Mitte vorstellte, sieht das anders. „Wenn man eine Stadtbahntrasse oberirdisch ausbaut, dann braucht man dafür keine U-Bahnstation mehr“, sagte er.

Ohnehin entspreche die nicht genutzte Steintorstation „nicht mehr heutigen technischen Ansprüchen“. Diskutiert wurde um die Geisterstation zuvor auch schon im Bauausschuss. Dort hatte die Stadt erklärt, dass man – falls später doch noch ein Tunnel benötigt würde – diesen auch ein Stück weiter westlich graben könnte. Für Pielawa „absolut unnötige Mehrkosten“. Er forderte „den Tunnelbau der D-Linie weiterhin realisierbar zu halten“.

Stadtbaurat Bodemann hingegen warb erneut für die Bebauung des Steintorplatzes, von der er sich auch eine Belebung umliegender Straßenzüge verspricht. „Das ist eine Chance, diesen Raum zu einer Blüte zu führen“, sagte er und hat dabei gerade das angrenzende Quartier an der Nordmannpassage mit seinen in die Jahre gekommenen, niedrigen Bauten im Blick.


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