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Meine Stadt Das Best-of-Niki-Museum
Hannover Meine Stadt Das Best-of-Niki-Museum
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00:16 20.09.2017
PRÄCHTIGE KUNST: Im Schloss Herrenhausen soll ein Niki-de-Saint-Phalle-Museum etabliert werden. Das Bild entstand im Sprengel Museum – und zeigt, wie eine Niki-Ausstellung wirken würde.
Hannover

 Groß, größer, Niki: Das neue Niki-de-Saint-Phalle-Museum im Herrenhäuser Schloss nimmt Fahrt auf. Sprengel-Direktor Reinhard Spieler sprach gestern über seine Pläne für Hannovers neues kulturelles Highlight, das auch überregional stark ausstrahlen wird.

„Wir haben schon das Gesamtwerk von Niki im Blick“, so Spieler, „wir werden in den drei großen Räumen eine Art Best-of-Niki präsentieren.“ Dabei wolle man sich auf das attraktive Spätwerk mit den Nanas konzentrieren – aber das Frühwerk mit beispielsweise den berühmten „Schießbildern“ nicht aussparen. Das Sprengel Museum werde dabei aber nicht auf eine eigene Niki-Präsentation verzichten, „das gehört nun mal zu unserer Museums-DNA“.

Um eine große, hochattraktive Ausstellung zu bestücken, dafür verfügt das Sprengel Museum über einen mehr als ausreichenden Fundus an Werken. Dabei wird es darum gehen, welche Werke ins neue Museum passen – räumlich: Denn das Herrenhausen-Museum ist durch die dortige eigentümliche Treppensituation nicht für Kunstwerke in beliebiger Größe zugänglich. „Bestimmte Werke wie unsere ’Dolores“ können dort wohl nicht gezeigt werden.“

Das Sprengel Museum wird das neue Niki-Museum übernehmen und ist voll in die Planung eingestiegen. Dabei geht es auch um grundsätzliche Umbauten. Die derzeitigen Vitrinen müssten komplett ausgebaut werden. Es müsste auch über eine andere, aufwändigere Klimaanlage nachgedacht werden – denn die Kunst von Niki de Saint Phalle fordert bessere konservatorische Bedingungen als bisher die Ausstellung über die Geschichte der Welfen und der Herrenhäuser Gärten.

Am Betriebskonzept wird parallel gearbeitet, was wie gezeigt wird und ob und in welchem Umfang Wechselausstellungen sinnvoll sind. Auch über die Besucherführung müsste neu nachgedacht werden. Klar ist jedenfalls, so Spieler: „Das Museum wird sehr stark ein auswärtiges Publikum anziehen.“

Was das alles kosten wird? Über Summen ist bisher noch nicht gesprochen worden. „Das werden die Berechnungen in der Zukunft zeigen“, so Spieler. Auch, wie viel zusätzliches Personal für die Kuratierung der ständigen Ausstellung nötig ist. „Denn das können wir aus dem Bestand des Museums nicht stemmen.“ Und dann sollte auch mit dem Land verhandelt werden, das zur Hälfte den Etat des Sprengel Museums deckt

Aber, da ist sich der Sprengel-Direktor sicher: „Wenn ein Projekt gut ist, findet sich auch ein Geldgeber.“ Und dieses Projekt hier ist gut.

Von Henning Queren

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