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Keine Bahn geplant: Sallstraße in Hannover.© Herzog

Verkehr

D-Linie in Hannover: Konzept bis zur Sommerpause

Um eine oberirdische Verlängerung der Stadtbahnlinie D durch die Sallstraße ist offenbar eine Geisterdiskussion geführt worden.

HANNOVER. Ulf-Birger Franz, neuer Verkehrsdezernent der Region, will jetzt nach vorne gucken: Bis zum Sommer, verspricht er, werde die Verwaltung Vorschläge für einen barrierefreien (mit Hochbahnsteigen ausgerüsteten) Ausbau der Stadtbahnlinie D von Linden durch die City vorlegen.

Ob wie bisher über Ernst-August-Platz zum Aegi oder durch den Posttunnel zum Raschplatz, lässt Franz offen: „Aber wir brauchen Entscheidungen bis zum Jahresende, Förderanträge müssen Anfang 2011 gestellt werden.“

Eine Tunnellösung lehnt die Region als unfinanzierbar ab. Und von einer oberirdischen Verlängerung durch die Sallstraße bis zum Bismarckbahnhof ist nun auch keine Rede mehr. „Wenn die Stadt dagegen ist, ist das Thema vom Tisch“, sagt Franz am Donnerstag und verweist auf Widerstände aus dem Rathaus. Vor einer Woche hatte er eine solche Variante noch für denkbar erklärt. Eine Kosten-Nutzen-Analyse habe ergeben, dass mit einem Zuwachs von täglich 7900 Fahrgästen zu rechnen sei.

Franz fühlte sich zu diesem Zeitpunkt dadurch ermutigt, dass Stadtbaurat Uwe Bodemann die Region vor etwa zwei Monaten im Auftrag des städtischen Bauausschusses schriftlich gebeten hatte, sich zur Machbarkeit einer solchen Verlängerung zu äußern.

Auslöser war ein Antrag der CDU im Bauausschuss gewesen. Die Wahrheit: Weder Bodemann noch die hannoverschen Sozialdemokraten wollen wirklich eine Strecke durch die Sallstraße, aber sie wollten das nicht so offen sagen. Bodemann formulierte sein Nein später in öffentlichen Äußerungen, das Schreiben an die Region ließ davon nichts erkennen. „Die beiden Herren haben wohl nicht miteinander geredet“, spottet CDU-Ratsherr Dieter Küßner.

Die Lage wird dadurch noch komplizierter, dass die Grünen Sympathien für die Bahnstrecke zum Bismarckbahnhof hegen. „Dieses Ziel darf nicht vorschnell aufgegeben werden“, warnt die Regionsabgeordnete Meike Schümer. Michael Dette von der Stadtratsfraktion fürchtet, dass sich am Ende gar nichts bewegt: „Alle graben sich in ihren Positionen ein.“

(Michael Krische)


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